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Domen Novak wirft Slowenien zu Olympia

Rechtsaußen der HSG Wetzlar erzielt Siegtreffer gegen Brasilien. Stefan Cavor gewinnt mit Montenegro beide Testspiele gegen Georgien. Die Schweiz unterliegt mit Lenny Rubin beim Weltmeister

Bild: Handball Federation of Slovenia

Drei Mal in drei Spielen hat Domen Novak am Wochenende beim Olympia-Qualifikationsturnier der slowenischen Handballer aufs Tor geworfen. Ein Treffer ist dabei herumgekommen. Eine Bilanz, die keineswegs spektakulär wäre. Doch dieser eine Treffer war alles entscheidend. Der Rechtsaußen der HSG Wetzlar erzielte vier Sekunden vor dem Ende das 27:26-Siegtor gegen Brasilien. Das war der entscheidende Schritt hin zu den Olympischen Spielen in Paris. Die Slowenen sicherten sich das Ticket und feierten ausgelassen. Aber nicht nur Novak war in der Länderspielpause unterwegs. Hier ein Überblick über die Erlebnisse und Ergebnisse der Wetzlarer Nationalspieler.

Domen Novak: Zwei von vier hieß die Losung für die Teilnehmer des olympischen Qualifikationsturniers im spanischen Granollers. Die beiden besten Teams des Wochenendes fahren nach Paris, die beiden anderen schauen in die Röhre. Neben Slowenien waren die favorisierten Spanier, Brasilien und Außenseiter Bahrain am Start. Von Anfang an war klar, dass für Novak und seine Slowenen das erste Spiel gegen Brasilien vorentscheidenden Charakter haben würde. Mit 23:25 lag der EM-Sechste in der 54. Minute gegen die Südamerikaner zurück. Das Turnier in Paris schien in weite Ferne zu rücken. Doch die Slowenen drehten den Spieß noch einmal um und kamen beim Stand von 26:26 30 Sekunden vor Schluss in Ballbesitz. Die Siegchance war urplötzlich wieder da. Geduldig spielten Novak und Co. den letzten Angriff aus. Kein vorschneller Abschluss. Die Uhr tickte herunter. Der Angriff wirkte wenig zielstrebig, die Bedeutung dieser finalen Aktion schien die Akteure zu hemmen. Doch irgendwie brachte Rechtshänder Aleks Vlah mit links unter starker Bedrängnis den Ball zu Novak, der auf Rechtsaußen die Nerven bewahrte und vier Sekunden vor Schluss zum 27:26 traf. Völlig losgelöst tanzte das gesamte Team der Slowenen ausgelassen übers Feld. Die zwei Punkte waren eigetütet – letztlich waren es die entscheidenden auf dem Weg zu Olympia. Kurios: Es war Novaks einziger Treffer in drei Partien. Nach der 22:32-Niederlage gegen Spanien, gelang den Slowenen zum Abschluss ein 32:26 gegen Bahrain. Weil die Brasilianer ebenfalls gegen Spanien verloren (26:28) und Bahrain mit 25:24 bezwangen, machte Novaks Tor in der Tabelle den Unterschied zwischen diesen beiden Teams.

Stefan Cavor: Im Hinblick auf die WM-Playoffs Anfang Mai hatte Montenegros Nationaltrainer Vlado Sola seine Spieler zu einem Lehrgang nach Podgorica eingeladen. Zum Abschluss standen zwei Spiele gegen Georgien an, die im Januar erstmals an einer EM teilgenommen hatten. Ein echter Härtetest waren die beiden Begegnungen für das Team vom Balkan nicht. Partie Nummer eins gewannen Cavor und Co. mit 34:20. Das zweite Spiel verlief ähnlich einseitig und endete mit einem 29:19-Erfolg für die Gastgeber. Stefan Cavor erzielte insgesamt sieben Tore - vier im ersten Match, drei im zweiten, wobei er hier nur sporadisch eigensetzt wurde. Um das Ticket für die WM 2025 zu lösen, muss sich Montenegro in den Playoffs gegen Italien durchsetzen. Die Italiener schalteten am Wochenende Belgien aus.

Lenny Rubin: Der neue Schweizer Nationaltrainer Andy Schmid hatte sich für sein Premieren-Spiel einen besonderen Gegner ausgesucht. Die Eidgenossen traten in Aarhus bei Weltmeister Dänemark an. Für Schmid ging es also gleich gegen Nicolaj Jacobsen, seinen langjährigen Coach bei den Rhein-Neckar Löwen, zu dem er seit der gemeinsamen Zeit eine besondere Verbindung hat. Dass diese Aufgabe für die Schweizer natürlich maximal schwierig sein würde, war von Beginn an klar. Im ersten Durchgang spielgelte sich das auch im Ergebnis wider: 9:17 hieß es aus Sicht der Gäste, die sich aber nach Wiederbeginn steigerten und das Endergebnis mit 25:30 auch versöhnlich gestalteten. Lenny Rubin erzielte drei Treffer.

Emil Mellegard: Der Linksaußen der HSG Wetzlar war für die schwedische B-Nationalmannschaft berufen worden. In Danzig standen Spiele gegen Norwegen und Polen auf dem Programm. Doch Mellegard musste die Reise krankheitsbedingt absagen. Da es ihm mittlerweile wieder besser geht, wird er an diesem Dienstag bei der HSG wieder ins Training einsteigen.  

Nächstes Spiel

18.04.2024 - 19:00 Uhr
EWS Arena

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