„Endlich wieder vor eigenem Publikum“
Frank Carstens freut sich wieder auf eine Partie in der Buderus Arena. „Endlich wieder vor eigenem Publikum“, sagt der Trainer des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar nach einer über dreiwöchigen Heimspielpause und vor dem Duell am Sonntag (16.30 Uhr) gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn Frisch Auf Göppingen. Nach zuletzt drei Niederlagen wollen die Mittelhessen vor heimischem Publikum zurück in die Erfolgsspur finden.
Die Ausgangslage
In Hannover und in Berlin sowie zu Hause gegen Eisenach standen die Grün-Weißen zuletzt ohne Zählbares da. Drei Mal stimmte das Ergebnis nicht, aber zwei Mal war zumindest die Leistung der Wetzlarer vollkommen in Ordnung. Das war in Hannover und gegen Eisenach der Fall. „Mit dem Auftritt in Berlin waren wir alle nicht zufrieden“, gesteht Carstens, der mit seiner Mannschaft in der zurückliegenden Länderspielpause aber an den in der Hauptstadt offenbarten Schwächen gut arbeiten konnte. Mit Stefan Cavor, Zsolt Krakovszki und Georg Löwen waren nur drei Akteure mit ihren Auswahlteams unterwegs. Der Rest konnte gut und intensiv trainieren. „Das ist in diesen Abstellperioden ein Vorteil, den Mannschaften, wie wir haben“, sagt Carstens. Auch bei Frisch Auf Göppingen waren es nur fünf Spieler, die auf Reisen waren. Generell gibt es viele Parallelen zwischen beiden Teams. Nachdem die Mannschaften im Sommer einen größeren personellen Umbruch zu bewältigen hatten, dauerte es eine Zeit, ehe sie sich leistungsmäßig stabilisierten. Das ist mittlerweile sowohl bei den Mittelhessen als auch bei den Schwaben der Fall. Die Göppinger hatten zuletzt sowohl die Rhein-Neckar Löwen als auch die SG Flensburg-Handewitt am Rand einer Niederlage. Mit 13:31 Punkten liegt Frisch Auf drei Zähler und einen Platz hinter der HSG Wetzlar.
Die personelle Situation bei der HSG Wetzlar
Der zuletzt in Berlin fehlende Ole Klimpke hat seinen grippalen Infekt auskuriert und ist wieder voll bei Kräften. Wie auch sein Bruder Till, der zwar in Berlin im Kader stand, jedoch nach zweiwöchiger krankheitsbedingter Pause noch sehr angeschlagen war. In den vergangenen Tagen konnte der Kapitän aber voll trainieren.
Das sagt Trainer Frank Carstens
„Das Duell gegen Göppingen war schon in der Hinrunde eine umkämpfte Angelegenheit und ich rechne auch am Sonntag mit einem intensiven, spannenden Spiel. Frisch Auf hat zuletzt gute Leistungen gezeigt und seine Form stabilisiert. Sie agieren mit einer etwas defensiveren, sehr kompakten Abwehr und bauen darauf ein gutes Tempospiel auf. Ludvig Hallbäck ist in dieser Hinsicht sicherlich ein Faktor, aber auch die beiden Linkshänder David Schmidt und Eric Persson, die mit viel Wucht auf die gegnerische Deckung zukommen. Hier wird es für uns wichtig sein, gut hinter den Ball zu kommen. Das haben wir zuletzt in Berlin nicht gut gemacht, weswegen darauf in den beiden vergangenen Trainingswochen der Fokus lag. Was ich da aber von meinen Spielern gesehen habe, stimmt mich zuversichtlich, dass wir das am Sonntag wieder besser machen. Nach zuletzt drei Niederlagen wäre es schön, wenn wir mal wieder einen Sieg landen. Ich freue mich sehr auf das Heimspiel und auf die Unterstützung unserer Fans, denn gemeinsam hatten wir zuletzt in der Buderus Arena viele schöne Momente erlebt.“
Die Ticketsituation
Sitzplatztickets gibt es keine mehr. Auch die Nachfrage nach Stehplatzkarten ist hoch. Für die Partie sind schon über 4000 Tickets verkauft worden. Kurzentschlossene können sich Stehplatzkarten noch online unter tickets.hsg-wetzlar.de holen oder an der Tageskasse am Sonntag, die ab 15 Uhr an der Buderus Arena geöffnet ist.
Was sonst noch wichtig ist
Alle Zuschauer, die über die B49 aus Richtung Gießen anreisen, müssen sich auf Verzögerungen einstellen. Denn die B49 ist bis Sonntag, 20 Uhr, in Fahrtrichtung Limburg ab der Anschlussstelle Wetzlar-Garbenheim gesperrt. Das bedeutet, dass nicht nur die Besucher der Buderus Arena dort abfahren müssen, sondern tatsächlich alle Fahrzeuge. Das kann zu einem Rückstau führen. Deswegen empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise. Wer die B49 meiden und auf anderen Wegen zur Buderus Arena gelangen kann, sollte dies tun. In der Eintrittskarte ist nach wie vor ein RMV-Ticket zur Nutzung des ÖPNV am Spieltag inkludiert.
So kann man das Spiel sehen
Der Streamingdienst Dyn überträgt die Partie live und auf Abruf ab 16.15 Uhr. Kommentiert wird das Spiel von Vincent Schuster. Hier kann man die Übertragung buchen.









