HSG Wetzlar verliert deutlich im DHB-Pokal!
Vor der Achtelfinalpartie wartete ein weiterer Rückschlag auf die Wetzlarer Jungs. Neben Cheftrainer Ben Matschke fiel auch Felix Danner (grippaler Infekt) kurzfristig aus, sodass mit Adam Nyfjäll nur ein Kreisläufer im Kader stand.
In der dritten Minute startete Emil Mellegard zur ersten Führung durch, sein direkter Gegenspieler Johannes Sellin nutzte dann die Lücke in der Defensive zum postwendenden Ausgleich. Steffen Fäth konnte zwar für die Hausherren treffen, aber auch Olle Schefvert konnte sich durchsetzen und traf zum 2:2 (4.). Daraufhin folgten ungenaue Abschlüsse und technische Fehler beider Mannschaften, sodass sich Martin Ziemer und Till Klimpke im Tor beider Teams mehrfach auszeichnen konnten. Maximilian Holst war es dann, der in der 10. Minute per Siebenmeter zum 3:3 ausgleichen konnte. Lenny Rubin nutzte eine Lücke in der fränkischen Abwehr zur erneuten Führung seines Teams nutzen. Auf der Bank vertrat Jasmin Camdzic Ben Matschke und feuerte seine Mannschaft immer wieder lautstark an.
Nach der zweiten Zeitstrafe gegen Steffen Fäth konnte Holst in der 15. Minute zur Zwei-Tore-Führung treffen. Die Partie begann hitzig zu werden, beide Team schenkten sich nichts und Domen Novak musste für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Die Franken holten auf und konnten durch Sellin zum 6:7 verkürzen und Metzner erzielte dann in der 20. Minute den Ausgleich. Die Wetzlarer Jungs ließen sich durch kleine Fouls aus dem Konzept bringen und Sellin konnte den 4:0-Lauf seiner Farben verwandeln. Das war auch Jasmin Camdzic nicht verborgen geblieben und er bat zur Auszeit um seine Jungs nochmal einzuschwören. Alexander Feld brach den Bann mit einem schönen Schlafwurf in den Winkel und glich zum 8:8 aus (22.). Die fränkische Defensive agierte jetzt sehr offensiv und griff die Rückraumspieler der Wetzlarer früh an, dagegen fanden die Wetzlarer Jungs keine Mittel, sodass sie in Zeitnot gelangen.
Wie zuvor kämpften beide Teams um jeden Zentimeter, dies zeigte sich sowohl in den Zeitstrafen als auch den Siebenmetern. So konnte Steinert mit zwei verwandelten Siebenmetern in Folge für die 10:9-Führung der Hausherren treffen. Die vorerst gute Ausgangslage verspielten die Wetzlarer Jungs durch leichtfertige Fehler und wenige Ideen im Angriff. Eine zusätzliche Zeitstrafe bescherte den Grün-Weißen dann zwei Tore ins leere Gehäuse. Mit einem 12:9-Rückstand ging es zum Durchschnaufen in die Kabine. Die Ideen und das Tempo fehlten im Angriff in der ersten Halbzeit, Till Klimpke stemmte sich mit acht Paraden gegen die drohende Niederlage.
Till Klimpke startete in den zweiten Durchgang, wie er aufgehört hat: mit einer Parade. Aber auch die Franken störten weiterhin früh, sodass die Wetzlarer gar nicht in ihr Tempospiel kamen. Auch freie Chancen nutzten die Grün-Weißen nicht und scheiterten immer wieder an Ziemer, sodass Firnhaber zum 14:9 einnetzen konnte. In der 34. Minute konnte dann Domen Novak das erste Tor für Grün-Weiß erzielen. Beim Stand von 16:10 für die Hausherren bat Camdzic seine Mannschaft erneut zusammen. Daraufhin beorderte der Co-Trainer Ole Klimpke als siebten Feldspieler an den Kreis und Emil Mellegard sollte in der Defensive früh stören. Aber auch diesmal fanden die Erlanger durch Metzner die richtige Antwort und trafen aus allen Lagen, sodass Jepsson in der 40. Minute zum 19:11 treffen konnte. Schon Mitte der ersten Halbzeit war die Partie also schon fast entschieden.
Die Wetzlarer Jungs probierten zwar in diversen Formationen nochmal alles, um an der drohenden Niederlage zu rütteln, aber Martin Ziemer lief im gegnerischen Tor zu Hochtouren auf. Maximilian Holst brach einen 6:0-Lauf der Erlanger. Nach 15 Spielminuten im zweiten Durchgang traf Grün-Weiß nur dreimal. Die Erlanger mussten zwei Zeitstrafen hinnehmen und Adam Nyfjäll nutzte diese zum Treffer ins leere Tor. Es sollte allerdings nichts mehr am Spielverlauf ändern, die Erlanger spielten routiniert und nutzten jeden Fehler der Grün-Weißen aus. Auch weil die Mittelhessen durch ihren dezimierten Kader müde wurden. In der 51. Minute war es dann soweit, die Erlanger gingen mit 26:16 in Führung, Steffen Fäth hatte ins leere Tor der Mittelhessen getroffen. Auch die letzten Minuten des Spiels liefen so weiter. Die Wetzlarer trafen ungünstige Entscheidungen und die Erlanger nutzten diese aus. Letztlich gewannen die Erlanger mit 31:19 und ziehen verdient ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein.
Die Wetzlarer Jungs konnten den Ausfällen von Ben Matschke, Magnus Fredriksen, Tomislav Kusan und Felix Danner nicht trotzen. Der HC Erlangen war in allen Belangen überlegen und Martin Ziemer konnte eine Paradenquote von 50% verzeichnen. Jetzt gilt der Fokus der Partie am Sonntag gegen den Rekordmeister.
Jasmin Camdzic nach der Partie: "Wir haben nicht clever gespielt nach dem ersten Rückstand und haben zu viele freie Würfe verworfen. In der zweiten Halbzeit haben wir einfach nichts mehr hinbekommen."
Stenogram:
HC Erlangen: Ziemer, Hassferter - Sellin (6), Jäger (2), Overby, Fäth (4), Firnhaber (4), Büdel, Bissel (1), Metzner (4), Link, Jeppsson (3), Steinert (5/4), Leban (1), Olsson, Zechel (1)
HSG Wetzlar: T. Klimpke, Suljakovic - Feld (1), Srsen (1), Nyfjäll (2), O. Klimpke, Mirkulovski, Weissgerber (1), Holst (6/6), Fredriksen (n.e.), Forsell Schefvert (1), Mellegard (3), Rubin (2), Novak (2), Cavor.









