„Es hat nichts funktioniert“
Die Hoffnung war groß, nach zuletzt ansprechenden Auswärtsleistungen im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf endlich mal wieder einen Sieg in der Handball-Bundesliga zu landen. Doch für die HSG Wetzlar verlief am Donnerstagabend das Duell mit den Niedersachsen ernüchternd. Am Ende stand eine 28:38 (10:19)-Pleite zu Buche.
Der Spielverlauf
Die Gastgeber fanden gut in die Partie. Bis zum 3:3 war es eine ausgeglichene Partie. Doch dann brach es schnell über die Grün-Weißen ein. Sie machten schlicht im Angriff zu viele Fehler und fanden in der Deckung keine Stabilität. Die eher kleine Rückraumreihe der TSV mit Leif Tissier, Jonathan Edvardsson und Renars Uscins hatte eine gute Tiefe und setzte sich in den Eins-gegen-eins-Duellen scheinbar leicht durch. Das Trio traf zum Teil selbst, setzte aber auch oft die Außen oder den Kreisläufer ein. Der HSG-Abwehr fehlte schlicht Vieles, was sie noch ab der zehnten Minute am Sonntag bei der unglücklichen 32:33-Niederlage bei der MT Melsungen ausgezeichnet hatte. Mit einem 6:0-Lauf setzten sich die Hannoveraner auf 9:3 in der 15. Minute ab und ließen ihren Kontrahenten fortan auch nicht mehr ins Spiel kommen. Beim 16:7 (24.) lagen bereits neun Treffer zwischen beiden Teams.
Nach Wiederbeginn agierten die Gäste noch eine Viertelstunde lang mit ihrer besten Formation. Erst nach dem 30:18 (45.) begann der letztjährige Tabellensechste munter zu wechseln. Spieler, die zuletzt wenig Einsatzzeiten hatten, bekamen ihre Chance. Dadurch gab es einen kleinen Bruch im Spiel der TSV. Das nutzten die Wetzlarer, um auf 26:32 (56.) zu verkürzen. Zu allem Überfluss machten sich die Hausherren mit einem 2:6-Lauf in den abschließenden vier Minuten das Ergebnis wieder gänzlich kaputt und kassierten eine Heimniederlage mit zehn Toren Unterschied.
Das sagt Trainer Momir Ilic
„Nach den zwei guten Spielen in Stuttgart und Melsungen hatte ich schon die Erwartung, dass wir noch einmal einen Schritt nach vorne gehen würden. Aber speziell in der ersten Halbzeit hat das überhaupt nicht geklappt. Es hat nichts funktioniert. Dadurch war das Spiel früh entschieden. Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit gekämpft, aber der Rückstand war zu groß.“
Der Ausblick
Am Sonntag muss die HSG Wetzlar beim Deutschen Meister Füchse Berlin antreten. Das letzte Heimspiel des Jahres 2025 findet am 4. Advent (Sonntag, 21. Dezember) um 18 Uhr statt. Dann empfangen die Mittelhessen den ThSV Eisenach. Es gibt nur noch Stehplatztickets für dieses Spiel. Diese sind entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena erhältlich.
Das Stenogramm
Wetzlar: Suljakovic (11 Paraden), Hendawy (bis 14. und bei einem Siebenmeter/1 Parade) – Grahovac (3), Vistorop (2), Mappes (5), Simic (1/1), Ahouansou (5), Akakpo (4), Schoch (1), Weimer (1), Müller (1), Löwen, Zacharias, Cavor (2), Nafea (3).
Hannover-Burgdorf: Gade (12 Paraden), Birlehm (n.e.) – Tissier (3), Poulsen (3), Uscins (3), Orlov (2), Pedersen (12/4), Michalczik, Edvardsson (2), Aho (2), Stutzke (2), Fischer (4), Feise, Weber (2), Rodriguez (1), Wellmann (1).
Schiedsrichterinnen: Janz/Sug (Köln/Wiehl) – Zuschauer: 3169 – Zeitstrafen: 2:2 Minuten – Disqualifikation: Löwen (HSG Wetzlar) wegen Foulspiels (41.).










