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Wetzlarer Jungs können Spiel nicht mehr drehen!

Bild: Oliver Vogler

Auch im 14. Spiel in Folge konnte sich die HSG Wetzlar gegen die SG Flensburg-Handewitt nicht durchsetzen und muss sich letztlich mit 22:27 geschlagen geben. Den letztlich entscheidenden Vorsprung schossen die Norddeutschen im ersten Durchgang heraus, den die Grün-Weißen im weiteren Verlauf nie mehr egalisieren konnten. Bei der Partie waren erstmals in der Jubiläumssaison über 4000 Fans zu Gast in der Buderus Arena.

Ben Matschke konnte wieder auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, Kapitän Adam Nyfjäll und Jonas Schelker kehrten zurück in die Buderus Arena. Zuerst schickte der Coach Emil Mellegard, Lenny Rubin, Magnus Fredriksen, Vladan Lipovina, Lars Weissgerber, Erik Schmidt und Till Klimpke auf die Platte.

Mit Anton Lindskog und Benjamin Buric reisten zwei Flensburger Spieler nach Mittelhessen, die die Region bestens kennen. Buric hütete in 75 Spielen das Tor der Wetzlarer, Lindskog lief in 176 Spielen auf und erzielte dabei 400 Tore. Im Kader der Norddeutschen fehlte mit Jim Gottfridsson ihr Spielmacher, dafür sprangen Aaron Mensing und Lasse Möller in die Bresche.

Nach 37 gespielten Sekunden konnte Lenny Rubin erstmals Buric überwinden und nach einem schnellen Ballgewinn legte Lars Weissgerber sogar zum 2:0 nach. Dies sollte allerdings die einzige mittelhessische Führung bleiben, denn Magnus Rod und Emil Jakobsen hatten die passende Antwort zum Ausgleich. Jakobsen konnte dann per Gegenstoß nach fünf Minuten zur ersten Führung der Norddeutschen treffen. Einer Vier-Tore-Lauf der Norddeutschen stoppte Emil Mellegard mit viel Tempo. Dieser agierte defensiv vorgezogen in der 5:1-Deckung. Die Wetzlarer nutzten beste Chancen nicht, wie durch Weissgerber per Siebenmeter, Magnus Rod hatte in der 10. Minuten zum 7:3 die passende Antwort. Ben Matschke reagierte daraufhin mit der Auszeit. Buric zog den Grün-Weißen immer wieder mit starken Paraden den Zahn.

Wenn die Norddeutschen vorne nicht trafen, nutzten die Wetzlarer die Chance zum Verkürzen nicht. Buric erwischte einen guten Tag, zeigte in der ersten Viertelstunde schon fünf Paraden und die Wetzlarer hatten kein Trefferglück, sodass die Gäste zum 10:4 einwerfen konnten. Ben Matschke betätigte schon in der 19. Minute das zweite Mal den Auszeit-Buzzer. Nach neun Minuten ohne Gastgeber-Tor, konnte Hendrik Wagner zum 5:11 verkürzen und sein Team gab sich weiter nicht auf. Zum 7:13 warf Domen Novak sehenswert ein, hinten konnte Anadin Suljakovic nach seiner Einwechslung direkt den ersten Wurf halten. Mit einem 11:16-Rückstand verabschiedeten sich beide Teams in die Pause. Im ersten Durchgang scheiterten die Wetzlarer Jungs zu Beginn offensiv zu oft an Benjamin Buric und überhasteten Abschlüssen. Hinten stand die Defensive nicht so kompakt, wie zuletzt. Zum Ende hin kämpften sich die Grün-Weißen allerdings zurück.

Die zweite Halbzeit begann vor 4078 Fans in der Buderus Arena mit einer schönen Drehung von Jovica Nikolic zum 12:16. Nach überhartem Einsteigen gegenüber Nikolic, konnte Novak weiter verkürzen, weil Suljakovic hinten mehrere Paraden zeigte. In der Defensive feierten sich die Grün-Weißen für jede gelungene Aktion, sodass der Funke vom Feld auf die Tribüne übersprang. Mit zwei Toren von Lenny Rubin konnten die Grün-Weißen zum 15:17 verkürzen. So nah waren sich beide Teams seit der siebten Minute nicht mehr.

Es hätte spannender werden können, die Wetzlarer scheiterten aber zu oft mit freien Würfen an Buric. Bei zehn Minuten Restspielzeit und einem 17:22-Rückstand bat Matschke sein Team ein letztes Mal zusammen. Die Wetzlarer Jungs konnten zwar zwischendurch immer wieder verkürzen, aber die Flensburger waren abgezockt genug, um es nicht nochmal hektisch werden zu lassen. Daran änderte auch das 21:24 von Jovica Nikolic nichts. Der serbische Linkshänder konnte sich an diesem Tag fünffach in die Torschützenliste eintragen. Im zweiten Durchgang ließen die Grün-Weißen weniger zu, sodass die Norddeutschen nicht weiter wegziehen konnten. Letztlich war die Hypothek von fünf Toren allerdings zu hoch, sodass letztlich ein 22:27 für die Gäste auf der Anzeigetafel leuchtete.

Somit bleibt die Serie von 14 Spielen ohne Sieg gegen die Norddeutschen bestehen. Dabei hätte die Partie für die beiden Rückkehrer Benjamin Buric und Anton Lindskog nicht unterschiedlicher laufen können. Buric war mit 12 Paraden der Matchwinner der Partie, Lindskog musste 60 Minuten auf der Bank Platz nehmen.

Weiter geht es für die HSG Wetzlar am nächsten Sonntag, wenn sie zum Bergischen HC reisen.

Stenogram:

HSG Wetzlar: Klimpke, Suljakovic– Nyfjäll, Lipovina, Schmidt, Nikolic (5), Becher, Weissgerber (1), Schelker, Fredriksen (2), Wagner (2), Mellegard (3), Cepic, Rubin (5), Novak (4/1)

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Møller – Golla (3), Hald, Kirschberger, Einarsson, Mensah (2), Søgard, Hansen (5), Pedersen, Jakobsen (8), Mensing (2), L. Møller (4), Lindskog, Rød (3)

Nächstes Spiel

09.02.2023 - 19:05 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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