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Gut gespielt, aber doch verloren

Die HSG Wetzlar unterliegt dem VfL Gummersbach mit 29:31 / Nuancen entscheiden zugunsten des Altmeisters

Bild: Jenniver Roeczey

Völlig enttäuscht blickten die Handballer der HSG Wetzlar am Montagabend nach dem Abpfiff des Heimspiels gegen den VfL Gummersbach drein. Dabei hatten sie so viel Gutes gezeigt und waren mit dem Top-Team aus dem Oberbergischen im Grunde auf Augenhöhe. Doch am Ende reichte es in der Bundesliga-Partie nicht zu Punkten. Nuancen gaben den Ausschlag zu Gunsten des Altmeisters, der mit 31:29 (14:14) triumphierte. 

Positive Nachrichten gab es von einer Zuschauerin, die im Gästeblock in der 42. Minute medizinisch versorgt werden musste. Die Partie war deswegen rund 15 Minuten unterbrochen. Doch die Frau konnte die Buderus Arena mit einem stabilen Kreislauf auf einer Trage verlassen und wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.   

Der Spielverlauf

Die Hausherren, bei denen Jona Schoch nach längerer Verletzungspause sein Comeback feierte, erwischten einen guten Start in diese Begegnung. Doch schon früh zeigte sich das Problem, das letztlich der Hauptgrund für die Niederlage war. Die Wetzlarer vergaben schlicht zu viele gute Möglichkeiten. Alleine zwei Siebenmeter waren es direkt in der Anfangsphase. Gegen Ende der Partie scheiterten die Grün-Weißen mehrfach von den Außenpositionen. Es war zum Haareraufen. Die Gummersbacher gewannen das Torhüterduell deutlich. Betram Obling und der spät eingewechselte Dominik Kuzmanovic kamen auf 15 Paraden, Anadin Suljakovic und Karim Hendawy auf sechs. 

Dass die Partie trotzdem über 60 Minuten so eng und ausgeglichen war, lag an den ungewohnt vielen technischen Fehlern, die sich der VfL leistete. „Die haben wir aber auch provoziert“, merkte HSG-Trainer Momir Ilic. Mit seiner Defensive konnte der 43-Jährige sehr zufrieden sein. „Wetzlar hat uns da vor große Schwierigkeiten gestellt“, merkte auch Gummersbachs Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson an. Egal, ob in der anfangs erprobten 5:1-Variante oder später in der 6:0-Formation – in der Abwehr funktionierte Vieles. Das Sorgenkind blieb die Chancenverwertung. Bis zum 11:9 (20.) lagen die Mittelhessen mehrfach mit zwei Treffern in Front. Sie hätten bei höherer Effektivität deutlicher führen können. Nachdem der VfL beim 13:12 (28.) durch Kay Smits erstmals nach dem 3:2 wieder mal vorlegte, ging es mit 14:14 in die Pause. Im zweiten Durchgang hatten die Gummersbacher zunächst leichte Vorteile (19:17, 41.), nach der Spielunterbrechung wegen des medizinischen Notfalls lagen die Grün-Weißen ein letztes Mal in Front. Filip Vistorop traf zum 21:20 (45.). Als dann die Gäste beim 25:24 wieder führten, brachen die vielleicht entscheidenden Minuten an. Denn während Anadin Suljakovic nun zwei Würfe entschärfen konnte und dem VfL zudem ein technischer Fehler unterlief, vergaben die Wetzlarer im Angriff beste Chancen. Statt auszugleichen oder sogar in Führung zu gehen, gerieten die Hausherren mit 24:27 (55.) erstmals in dieser Begenung mit drei Treffern in Rückstand. Zwar verkürzte Vistorop noch einmal auf 26:27, doch mit einer schnellen Mitte traf Ole Pregler postwendend zum 28:26. Als Kay Smits seinen dritten Siebenmeter zum 30:27 verwandelte (59.), war die Partie zugunsten des VfL Gummersbach entschieden.       

Das sagt Trainer Momir Ilic

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Speziell in der Abwehr haben wir das stark gelöst. Leider haben wir es im ersten Durchgang nicht geschafft, uns deutlicher abzusetzen. Ähnlich lief es in der zweiten Hälfte. Aber natürlich ist es ein Unterschied, wenn die Torhüter der einen Mannschaft 15 Bälle halten und die des anderen Teams sechs Bälle. Wenn wir gegen ein solches Team wie den VfL Gummersbach punkten wollen, dann brauchen wir mehr Paraden oder eben eine höhere Effektivität. Es sagt aber viel aus, dass wir heute eine bessere Quote aus dem Rückraum als von Außen hatten.“ 

Der Ausblick

Die HSG Wetzlar spielt am kommenden Samstag (19 Uhr) beim Tabellenführer SC Magdeburg. Das nächste Heimspiel findet am Donnerstag, dem 27. November statt. Um 19 Uhr empfangen die Grün-Weißen dann die Rhein-Neckar Löwen. Sitzplätze sind keine mehr verfügbar. Stehplatzkarten gibt es noch reichlich – entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena.

Das Stenogramm

Wetzlar: Suljakovic (4 Paraden), Hendawy (20. bis 42./2 Paraden) – Grahovac, Vistorop (3), Mappes (n.e.), Theiß (1), Simic (3/1), Ahouansou (10), Akakpo (2), Schoch, Weimer (n.e.), Müller (1), Löwen (n.e.), Zacharias, Cavor (6), Nafea (3). 
Gummersbach: Kuzmanovic (ab 49./4 Paraden), Obling (11 Paraden) – Gomes, Vidarsson (3), Kodrin (2), Vujovic, Köster (5), Blohme (1), Häseler, Einarsson (1), Schluroff (4), Mahé (3), Pregler (3), Horzen (5), Kiesler, Smits (4/3).
Schiedsrichter: Heine/Standke (Wendeburg/ Ronnenberg) – Zuschauer: 3683 – Zeitstrafen: 4:6 Minuten. 

Letztes Spiel

07.12.2025 - 16:30 Uhr
Rothenbach-Halle

33 : 32

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