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Starke Reaktion in Hannover!

+ Starker Beginn + Klimpke 18 Paraden +

Bild: Oliver Vosshage

Die HSG Wetzlar gewinnt bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 26:23. Dabei legen die Mittelhessen mit einem 7:1-Start den Grundstein zum Erfolg, den Till Klimpke mit insgesamt 18 Paraden immer wieder festhält.

Beide Clubs hatten eine unterschiedliche Woche hinter sich. Die Hausherren aus Hannover hatten aufgrund von Terminverschiebungen spielfrei und verlängerten den Vertrag mit ihrem Trainer Christian Prokop. Die Mittelhessen verloren gegen den HSV Hamburg, worauf die Freistellung von Cheftrainer Ben Matschke folgte.

Nach nur drei Trainingseinheiten mit den Interimstrainern Jasmin Camdzic und Filip Mirkulovski reisten die Wetzlarer Jungs am Donnerstag nach Niedersachsen. Dabei liefen in der ZAG Arena zuerst Till Klimpke, Emil Mellegard, Lenny Rubin, Jonas Schelker, Jovica Nikolic und Erik Schmidt auf die Platte.

Direkt den ersten Angriff konnte Torhüter Till Klimpke entschärfen, sodass seine Vorderleute durch Lenny Rubin in Führung gehen konnte. Ein starker Beginn der HSG Wetzlar, die sich nach knapp drei Spielminuten mit dem 3:1 durch den durchgetankten Jovica Nikolic belohnten. Eine klasse Abwehraktion von Klimpke verwandelte Jonas Schelker in der 6. Minute zur 5:1-Führung, sodass Christian Prokop zur ersten Auszeit bat. Was ein starker Auftakt der Mittelhessen!

Die Wetzlarer machten weiter, Emil Mellegard traf zum 5:0-Lauf, sodass Prokop schon in der 10. Minute das zweite Mal den Buzzer bestätigte. Daraufhin agierte sein Team mit einer offensiven Abwehr, zudem hütete Domenico Ebner das Tor. Dies machte sich direkt bezahlt, denn die Wetzlarer scheiterten zweifach hintereinander am Schlussmann. Die Wetzlarer Jungs ließen sich erstmal von der offensiven Abwehr beirren und konnten die Recken nur regelwidrig stoppen, sodass Max Gerbl von der Siebenmeterlinie zum 5:8 verkürzen konnte (15.).

Durch schnelles Zurückrennen brachten die Wetzlarer Jungs die Recken nicht so ins Spiel, wie sie es zuletzt gewohnt waren. Jonas Schelker nutzte seine flinken Füße zum 11:6 für seine Farben.

In der 22. Minute betätigte dann die Wetzlarer Bank um Jasmin Camdzic bei der 11:7-Führung erstmalig den Buzzer und schickte daraufhin mit Hendrik Wagner, Vladan Lipovina und Adam Nyfjäll drei neue Kräfte auf die Platte. Wagner bedankte sich mit dem 12:7. Die Hannoveraner hatten allerdings die Antwort parat. Die Wetzlarer spielten immer wieder lange Angriffe, um Lücken in die Abwehr zu reißen. Diese fand Jovica Nikolic zum 13:9.

Die zwei Minuten vor der Halbzeit gehörte den Torhütern beider Team. Klimpke leitete mit einer Doppelparade ein, Ebner revanchierte sich, bevor die Hausherren nochmal zweifach mit freien Würfen am deutschen Nationaltorhüter scheiterten. Mit einer 14:10-Führung der Mittelhessen ging es dann für beide Teams in die Kabine.

Der zweite Durchgang startete direkt mit einem Tor von Lenny Rubin, der die offensive Hannoveraner Abwehr überwand. Nach einem Foul an Erik Schmidt, zogen die Wetzlarer durch einen Siebenmetertreffer von Domen Novak zum 16:10 davon. Branko Vujovic fand anschließend allerdings zweimal die Lücke im mittelhessischen Abwehrverbund.

Beide Teams nutzten beste Chancen nicht, zeigten viele Abspielfehler und warfen ungenau. Dabei hielt Till Klimpke über die Hälfte der Bälle, ein überragender Wert. Aber auch Domenico Ebner hielt dagegen. Ein Duell der beiden Torhüter. Als die Niedersachsen nach 45. Minuten zum 15:18 verkürzen konnten, betätigten die Grün-Weißen das zweite Mal den Buzzer.

Die Hausherren nutzten einen grün-weißen Abspielfehler und verkürzten zum 16:18. Es wartete die Crunch-Time, die zuletzt oftmals anders ausfiel. Die Wetzlarer reagierten mit einem Kempa-Trick und Klimpke zeichnete sich erneut aus, sodass Lipovina wieder den Vier-Tore-Vorsprung herstellen konnte.

In der 54. Minute konnte Hannes Feise von Außen erneut zum 21:23 verkürzen. Die Hausherren agierten daraufhin mit einer sehr offensiven Abwehr, um in den letzten Minuten den Druck zu erhöhen. Als dann Ebner einen Siebenmeter entschärfte und Jovica Nikolic für zwei Minuten auf die Bank musste, drohte die Partie zu kippen. Novak zeigte allerdings Nervenstärke von der Linie und warf zum 24:21 ein. (57.). Prokop reagierte nochmal mit der Auszeit. Diese sollte allerdings nichts mehr ändern. Die HSG Wetzlar gewann mit 26:23 in Hannover. Dabei störten die Wetzlarer die Hausherren immer wieder entscheidend im Rückzug, die Abwehr stand mit einem hervorragenden Till Klimpke stabil. Der deutsche Nationaltorhüter kehrte übrigens an der Ort seines ersten Bundesligaspiels zurück. Offensiv fanden die Grün-Weißen bessere Lösungen als zuletzt.

Jetzt können die Wetzlarer Jungs einige Tage durchschnaufen. Erst am Sonntag, den 4. Dezember ist um 14 Uhr der THW Kiel in Mittelhessen zu Gast. Die Grün-Weißen freuen sich auf ein stimmungsvolles Heimspiel, es sind nur noch Stehplatztickets verfügbar.

TSV Hannover-Burgdorf: Ebner (14 Paraden), Quenstedt (1) – Vujovic (4), Roschek, Mävers, Uscins, Kuzmanovski (2), Steinhauser, Michalczik (1), Kulesh, Edvardsson (2), Gerbl (7/4), Brozovic (2), Fischer, Feise (3), Büchner (2)

HSG Wetzlar: Klimpke (18 Paraden), Suljakovic - Nyfjäll, Lipovina (2), Schmidt (2), Nikolic (2), Becher, Weissgerber (1), Schelker (2), Wagner (2), Mellegard (3), Cepic (1), Rubin (8), Novak (3/3)

Nächstes Spiel

08.12.2022 - 19:05 Uhr
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