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Helden des Heimspiels

Die Helferinnen und Helfer der HSG Wetzlar / Folge 3 mit Lars Kimpel

Eine volle Buderus Arena, packende Duelle und große Emotionen. Das ist es, was Heimspiele so besonders macht. Doch damit ein Spieltag überhaupt reibungslos über die Bühne geht, braucht es viele helfende Hände im Hintergrund. Menschen, die mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft ein wichtiger Teil der HSG-Familie sind.

Mit einer neuen Serie möchten wir genau diesen Helferinnen und Helfern eine Bühne geben und ihnen die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen.

Nah dran am Spiel und doch meist unsichtbar: Lars Kimpel sorgt als Video-Operator dafür, dass im entscheidenden Moment die richtigen Bilder laufen. Ein Blick hinter die Kulissen eines echten Heimspiel-Helden.

Wie lange bist du schon Teil der Heimspiel-Helfer*innen und wann war Dein erster Einsatz für die HSG? 

Ich bin der HSG bereits seit vielen Jahren als Heimspiel-Helfer verbunden. Vor etwa zehn Jahren habe ich für einige Jahre die Schiedsrichter-Betreuung übernommen und war so schon damals nah am Spielgeschehen mit dabei. Als Video-Operator bin ich seit 2023 im Einsatz – also in dem Jahr, in dem der Video-Beweis in der HBL eingeführt wurde. Im Wechsel mit meinem Neffen Paul Kimpel, den ich auch für diese spannende Tätigkeit gewinnen konnte.

Was hat Dich ursprünglich dazu bewegt, Dich bei der HSG einzubringen, und was motiviert Dich bis heute, weiterhin Teil des Teams zu sein?

Ich bin schon immer sehr mit dem Handball verbunden: Spieler, Trainer und auch über 30 Jahre Handball-Schiedsrichter. Die Aufgabe als Video-Operator gibt mir bis heute die Möglichkeit, weiterhin nah am Spielgeschehen zu sein und den Kontakt zum Handball zu halten. Besonders spannend finde ich dabei auch den Austausch mit den Schiedsrichtern. Diese Gespräche und der Blick hinter die Kulissen machen die Tätigkeit für mich sehr interessant und motivieren mich, Teil des Teams zu bleiben.

Was ist Dein persönlich schönstes HSG-Erlebnis?

Dieses hatte ich damals noch als Schiedsrichter-Betreuer. Zwei Schiedsrichter aus dem hohen Norden hatten im VIP-Bereich nach dem Spiel noch etwas gegessen und ein paar Bierchen getrunken.  Anschließend habe ich die dann ins Hotel gefahren. War ein sehr lustiger Abend mit den zwei Kollegen.

Wie gestaltet sich ein für Dich typischer Heimspieltag und welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche übernimmst Du dabei? 

Mein Arbeitsplatz befindet sich direkt am Spielfeldrand, damit die Schiedsrichter beim Videobeweis schnell auf die entscheidenden Bilder zugreifen können. Für den Videobeweis steht mir ein PC und eine spezielle Software zur Verfügung, mit der ich zwischen bis zu sieben Kameraperspektiven – darunter auch zwei Torkameras – wechseln kann. Mithilfe eines Multimedia-Controllers kann ich Szenen vor- und zurückspulen, anhalten, hineinzoomen sowie in Zeitlupe oder sogar bildweise abspielen. Anders als beispielsweise im Fußball habe ich dabei kein Mitspracherecht. Ich folge ausschließlich den Anweisungen der Schiedsrichter und stelle die gewünschten Perspektiven und Geschwindigkeiten bereit, bis diese ihre Entscheidung treffen können.

Mein Einsatz beginnt bereits etwa zwei Stunden vor Spielbeginn und endet nach Spielende. In dieser Zeit stimme ich mich mit den Schiedsrichtern ab und kläre mögliche Besonderheiten. Kommt es während des Spiels zu einem Videobeweis, spule ich zunächst zur entsprechenden Szene. Anschließend entscheiden die Schiedsrichter, welche weiteren Ansichten sie sehen möchten.

Im Durchschnitt gibt es ein bis zwei Videobeweise pro Spiel, manchmal auch keinen. Mein persönlicher Rekord liegt bislang bei drei Videobeweisen in einer Partie. Die relevanten Szenen werden zudem separat gespeichert und für die Lehrarbeit der Schiedsrichter genutzt.

Was würdest Du jemandem sagen, der überlegt, sich ebenfalls zu engagieren? Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften sollte man mitbringen? 

Wer überlegt, sich zu engagieren, sollte vor allem Motivation und Freude am Sport mitbringen. Jede helfende Hand ist wertvoll. Wichtig ist dabei, offen und kontaktfreudig zu sein, denn man arbeitet immer mit unterschiedlichen Menschen zusammen – auf und neben dem Spielfeld. Da nicht immer alles nach Plan läuft, ist es gut, auch mal zu improvisieren oder unter Stress arbeiten zu können.

Vieles lernt man schnell in der Praxis. Entscheidend ist vor allem die Bereitschaft, sich einzubringen und Teil des Teams zu sein – denn gemeinsam macht das Engagement im Verein am meisten Spaß.

Letztes Spiel

07.06.2026 - 15:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

30 : 31
Spielpresenter

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