HSG Wetzlar baut auf seine lautstarken Fans
Das Kribbeln steigt. Die Handball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Drei Spiele sind es noch für die HSG Wetzlar. Drei Spiele, in denen es für die Mittelhessen um den Klassenerhalt geht. Dank zuletzt starker Auftritte haben sich die Grün-Weißen eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Doch Zeit zum Ausruhen gibt es nicht. Im Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen den HC Erlangen muss der nächste Sieg her, um weiter alle Trümpfe in der Hand zu halten. Doch auch die Franken wollen unbedingt gewinnen, um alle theoretischen Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen.
Die Lage der HSG Wetzlar
Die Grün-Weißen holten aus den vergangenen drei Partien 4:2 Punkte und stehen aktuell auf einem Nicht-Abstiegsplatz – allerdings nur dank des besseren Torverhältnisses. Die starken Auftritte bei den Heimsiegen gegen den Bergischen HC (33:29) und den THW Kiel (33:25) sowie die unglückliche 30:31-Niederlage in Göppingen haben dem Team viel Selbstvertrauen gegeben. Vor allem aber bewies die Mannschaft in den vergangenen Wochen Stabilität und hielt dem enormen Druck stand.
Trotzdem ist die Ausgangslage weiterhin angespannt. „Die große Gefahr ist natürlich, dass man sich etwas einlullen lässt, wenn von außen die Stimmen kommen, dass die HSG Wetzlar in jedem Fall in der Liga bleibt“, warnt Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. Der 39-Jährige schiebt allerdings direkt hinterher: „Ich bin mir aber sicher, dass unsere Spieler die Partie am Samstag als nächstes Endspiel annehmen und die Chance ergreifen wollen, mit einem Sieg den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen.“
Der Gegner HC Erlangen
Vor knapp einem Jahr lagen sich die Franken nach ihrer Partie in der Buderus Arena in den Armen. Durch einen Sieg am letzten Spieltag in Wetzlar sicherte sich der HC Erlangen damals den Klassenerhalt. In die neue Saison startete der HCE deutlich stabiler und holte 14 seiner bislang 19 Punkte vor dem Jahreswechsel. Zwar befindet sich der Tabellen-14. rechnerisch noch nicht endgültig in Sicherheit, realistisch dürfte der Klassenerhalt aber kaum noch in Gefahr geraten. Dennoch will der HCE mit einem Erfolg in Wetzlar letzte Zweifel beseitigen.
Mit welchem Kader die Gäste antreten werden, ist derzeit offen. Bei der jüngsten Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach fehlten mit Viggo Kristjansson, Marek Nissen und Andri Rúnarsson wichtige Rückraumspieler. Möglich, dass das Trio die Länderspielpause zur Regeneration nutzen konnte. Doch auch unabhängig davon verfügen die Franken über viel Qualität. Immer wieder sprangen in dieser Saison die „jungen Wilden“ um Maxsim Lochmann (18) und Lucca Bialowas (22) erfolgreich in die Bresche.
Die Ticketsituation
Am Freitagmittag waren noch knapp 300 Stehplatzkarten erhältlich. „Wir brauchen unsere Fans. Das, was zuletzt gegen den BHC oder den THW in der Halle los war, hat der Mannschaft extrem geholfen. Ich denke, dass jeder weiß, worum es geht und freue mich wieder auf eine tolle Atmosphäre“, sagt Michael Allendorf. Die restlichen Karten sind entweder hier online oder an der Abendkasse ab 17.30 Uhr erhältlich.
Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Es ist ein extrem wichtiges Spiel. Das ist uns allen bewusst. Wir wissen nicht, mit welchem Kader der HC Erlangen anreisen wird. Wir werden den vollen Fokus auf uns richten, auf unser Spiel, das zuletzt sehr gut funktioniert hat. Wir wollen wieder diese Intensität auf die Platte bringen und damit auch die Zuschauer begeistern. Es wird wichtig sein, die Halle hinter uns zu bringen, denn die Wucht, die bei den beiden letzten Heimspielen von der Tribüne aus ausging, hat uns enorm geholfen.“
So kann man die Partie sehen
Wer es nicht in die Buderus Arena schafft, kann die Partie live und auf Abruf beim Streamingdienst Dyn verfolgen. Die Übertragung beginnt um 18.45 Uhr und kann hier gebucht werden. Kommentator der Partie ist Lukas Brachat.











