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HSG Wetzlar beendet Linden-Cup auf Platz zwei

25:27-Niederlage gegen die MT Melsungen zum Abschluss des Turniers / Am Mittwoch nächster Test in Dutenhofen gegen Bergischer HC

Bild: Oliver Vogler

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat den diesjährigen Linden-Cup mit dem zweiten Platz abgeschlossen. Im letzten Turnierspiel gegen den Ligakonkurrenten MT Melsungen musste sich das Team von Trainer Momir Ilic am Samstagabend knapp mit 25:27 (12:10) geschlagen geben. Im Endklassement standen die Grün-Weißen punktgleich (4:2) mit dem SC DHfK Leipzig, der sich dank des besseren Torverhältnisses den Turniersieg sicherte. Dominik Mappes wurde Torschützenkönig. Bart Ravensbergen wurde zum besten Torhüter gewählt.

Beide Teams traten in der Partie ersatzgeschwächt an. Bei der HSG fehlte kurzfristig Rückraumspieler Filip Vistorop, der beim 32:30-Sieg am Freitagabend gegen Leipzig ein starkes Debüt gefeiert hatte, 26 Stunden später aber wegen Zahnschmerzen passen musste. Bei Melsungen fehlten neben dem langzeitverletzten Aron Mensing auch Mittelmann Erik Balenciaga, Linksaußen David Mandic und Rückraum-Hüne Danis Kristopans.
Die Wetzlarer erwischten den besseren Start, führten früh mit 4:2 (7.) und überzeugten anfangs mit hohem Tempo und kreativen Spielzügen. Im weiteren Verlauf bestimmten jedoch viele Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten das Geschehen, während die Torhüter hüben wie drüben mehrfach glänzten. Kurz vor der Pause setzte sich die HSG noch einmal ab und ging mit einer 12:10-Führung in die Kabine.

Auch in der zweiten Hälfte hatte Wetzlar zunächst die Nase vorn, baute den Vorsprung auf 20:17 aus (44.) und überzeugte mit einer stabilen Abwehr und einem gut aufgelegten Anadin Suljakovic zwischen den Pfosten. In dieser Phase verpassten es die Grün-Weißen jedoch, den Sack zuzumachen: Mehrere klare Chancen – darunter Tempogegenstöße und freie Würfe von Außen und Kreis – ließen die Grün-Weißen ungenutzt. Melsungen blieb so im Spiel, erkämpfte sich nach dem 20:22-Rückstand (52.) rasch den Ausgleich und nutzte in der Schlussphase leichte Ballverluste der sichtbar erschöpften HSG-Spieler und drehte die Partie.

„Natürlich hätten wir gerne gegen Melsungen gewonnen und hatten auch genügend Chancen dazu. Aber wir hatten zu viele Schwankungen im Spiel – wie schon gegen Leipzig. Daran müssen wir unbedingt arbeiten“, bilanzierte Cheftrainer Momir Ilic, zog aber insgesamt ein positives Fazit des Turniers: „Ich kann sehr zufrieden sein. Wir haben kämpferisch überzeugt und auch taktisch schon einige gute Dinge gezeigt. Unsere Abwehrarbeit im Mittelblock war gegen Melsungen stellenweise hervorragend. Trotzdem haben wir auch wieder gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Ich werde nicht müde zu betonen, dass ein Marathon vor uns liegt. Deswegen werden wir in den nächsten Wochen nicht nachlassen und weiter intensiv trainieren.“

Die nächste Gelegenheit zur Standortbestimmung gibt es bereits am Mittwoch: Dann tritt die HSG Wetzlar um 18 Uhr in der Sporthalle Dutenhofen gegen Bundesliga-Aufsteiger Bergischer HC an. 

Wetzlar: Ravensbergen, Suljakovic (ab 31.), Pantel (n.e.) – Grahovac (3), Mappes (3), Theiß (3), Simic, Ahouansou (8), Akakpo (2), Schoch (1), Weimer, Müller, Löwen, Zacharias (2/1), Cavor (1), Nafea (2/1).
Melsungen: Palasics (ab 31.), Bartucz - Marchal (5), Enderleid (3), Sipos, Ignatow (1), Drosten (2/2), Kulesh (2), Arnarsson (1), Soler (3), Cavalcanti (2), Forsell Schefvert (4), Riecke, Eickoff (2).

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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