HSG Wetzlar beim SC Magdeburg ohne Chance
Die HSG Wetzlar war am Sonntagnachmittag beim SC Magdeburg ohne Chance. Das lag natürlich an der Klasse des Deutschen Meisters, doch vor allem im ersten Durchgang brachten die Grün-Weißen ihre eigene Leistungsfähigkeit viel zu selten aufs Parkett. So unterlagen die Mittelhessen in der GETEC Arena mit 30:38 (14:23) und stehen nach vier Spielen mit 1:7 Punkten im Tabellenkeller der OPEL Handball-Bundesliga.
Der Spielverlauf
Schon am Samstag mussten die Wetzlarer eine schlechte Nachricht verkraften. Die Beschwerden, die Jona Schoch seit seinem Zusammenprall mit dem Eisenacher Dominik Solak am vergangenen Montagabend hatte, waren nicht abgeklungen. Der abwehrstarke Rückraumspieler fiel deshalb aus. Da auch Kapitän Josip Simic aufgrund eines Muskelfaserrisses weiterhin passen musste, fehlten der HSG zwei wichtige Defensivakteure.
„Wir haben aber noch genügend andere Spieler, die unsere Deckung stabilisieren können“, wollte Trainer Rúnar Sigtryggsson die personellen Schwierigkeiten nicht als Ausrede für die Defensivprobleme im ersten Durchgang gelten lassen. „Wir waren in der Abwehr einfach zu harmlos“, ärgerte sich der Chefcoach. Paul Kompenhans ergänzte: „Unsere Hilfeketten haben nicht funktioniert.“
Weil die Mittelhessen auch im Angriff nicht entschlossen genug agierten und zudem immer wieder an SCM-Schlussmann Dominik Kuzmanovic scheiterten, gerieten sie früh deutlich ins Hintertreffen. Schon nach zwölf Minuten traf Lukas Mertens zum 11:5 für die Hausherren.
Als die HSG gegen Ende des ersten Durchgangs in der Offensive auf ein 7:6 umstellte, lief es zumindest im Angriff etwas besser. Niklas Theiß verkürzte in der 28. Minute auf 14:21. Doch Gisli Kristjansson und Magnus Saugstrup sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Deutsche Meister den Vorsprung bis zur Pause auf 23:14 ausbaute.
„Magdeburg konnte schalten und walten, wie sie wollten“, bemängelte Sigtryggsson. In der zweiten Hälfte sah der HSG-Trainer allerdings eine Mannschaft, die sich – wie schon beim ersten Auswärtsspiel in Lemgo – nicht aufgab. Angeführt von einem couragierten Paul Kompenhans hielten die Gäste den Rückstand in Grenzen, ohne den großen Favoriten noch einmal ernsthaft in Gefahr bringen zu können.
Martí Soler traf zum 22:30 (45.), Kompenhans verkürzte in der 56. Minute auf 28:35. Am Ende stand ein 30:38 auf der Anzeigetafel. „Dass wir die zweite Hälfte mit einem Tor verlieren, war unnötig“, kritisierte SCM-Coach Bennet Wiegert. Insgesamt konnte er jedoch vor allem mit der überzeugenden ersten Hälfte seiner Mannschaft zufrieden sein, in der der SCM den Grundstein für den Heimsieg gelegt hatte und damit eine imposante Serie ausbaute. In der Handball-Bundesliga hat der SC Magdeburg zuletzt am 21. März 2025 ein Heimspiel verloren – also vor 541 Tagen.
Der Ausblick
Am kommenden Sonntag steht für die HSG Wetzlar das nächste Heimspiel auf dem Programm. Um 16.30 Uhr empfangen die Grün-Weißen den VfL Gummersbach in der Buderus Arena. Für die Partie sind nur noch Stehplatzkarten erhältlich. Diese gibt es online unter tickets.hsg-wetzlar.de sowie auf der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar in der Buderus Arena (Mo–Fr, 9–17 Uhr).
Da die Partie am Weltkindertag stattfindet, dürfen sich die jüngsten HSG-Fans rund um die Begegnung zudem auf die eine oder andere Überraschung freuen.
Das Stenogramm
Magdeburg: Kuzmanovic, Mandic – Musche (6/6), Claar (8), Thielicke (n.e.), Vind (3), Kristjansson (3), Pettersson (n.e.), Magnusson (4), Seradilla, Jónsson, Weber (2), Lagergren (2), Mertens (6), Saugstrup (4), Bergedahl.
Wetzlar: Ravensbergen, Bartucz – Kirschner (1/1, Mappes (2), Theiß (5), Overby (1), Piroch (1), Pehlivan, Akakpo (2), Soler (5/1), Laeso (5), Löwen, Kompenhans (5), Nafea (3).
Schiedsrichter: Kauth/Kolb (München/Gröbenzell) – Zuschauer: 6600 – Zeitstrafen: 2:10 Minuten









