HSG Wetzlar bestätigt Lindskog-Abgang und präsentiert Nachfolger!
Der Handball-Bundesligist HSG Wetzlar muss ab der kommenden Saison ohne den schwedischen Kreisläufer Anton Lindskog planen. Der 27-Jährige, frischgebackene Vize-Weltmeister wird die Grün-Weißen im Sommer verlassen, ein Jahr vor dem eigentlichen Vertragsende. „Anton hat uns darüber informiert, dass ihm ein Angebot vorliegt, das er nicht ausschlagen kann und er deshalb schweren Herzens die vereinbarte Ausstiegsklausel ziehen wird“, erklärt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Das ist natürlich ein herber Verlust für uns, denn Anton hat sich in den Jahren hier bei uns zu einem der besten Kreisläufer der Liga entwickelt. Er wird dem Team vorne wie hinter fehlen. Letztlich hat er für diesen nächsten Schritt in seiner Karriere aber auch hart gearbeitet und somit schwingt bei allem Abschiedsschmerz auch ein bisschen Stolz und Freude für ihn mit.“
Lindskog war im Sommer 2016 von seinem Heimatverein, dem schwedischen Spitzenclub IFK Kristianstad, zur HSG Wetzlar gewechselt. Nach einem Jahr als Backup für Europameister Jannik Kohlbacher (heute bei den Rhein-Neckar-Löwen) wurde der damals 24-Jährige die Nummer eins am Kreis der Grün-Weißen und konnte seine Leistungen in Angriff und Abwehr schnell auf Top-Niveau entwickeln. In der vergangenen Spielzeit gehörte der Familienvater auf seiner Position statistisch zu den besten Fünf der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.
„Ich bin den Verantwortlichen der HSG Wetzlar wirklich unglaublich dankbar, dass sie mir damals die Chance gegeben haben, mich in der Handball-Bundesliga zu beweisen. Es war und ist einfach eine tolle Zeit hier und deshalb ist mir die Entscheidung meinen Vertrag vorzeitig zu beenden überhaupt nicht leichtgefallen“, so Anton Lindskog. „Ich bin meinen Mitspielern und vor allem den Trainern extrem dankbar, dass sie mich stets gefordert und gefördert haben und ich so eine super Entwicklung machen konnte. Ich habe mich letztlich für eine Vereinswechsel entschieden, um eine neue Herausforderung anzugehen und dadurch den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Bis zum Ende der laufenden Saison werde ich jede Minute hier genießen und alles geben, dass wir mit dem Team das Maximale herausholen.“
Der Nachfolger des Schweden hat nicht nur dasselbe Heimatland, sondern wechselt auch vom selben Club an die Lahn, IFK Kristianstad. Adam Nyfjäll hat bei der HSG Wetzlar nach bestandenem Medizincheck einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Auch der 28-jährige Kreisläufer nutzte eine Ausstiegsklausel im Vertrag, um den Wechsel im Sommer vollziehen zu können. Nyfjäll erzielte in der vergangenen Saison 146 Ligatreffer für Kristianstad und wurde ins Allstar-Team der schwedischen „Elitserien“ gewählt. In der aktuellen Spielzeit überzeugt der 1,96 Meter große und 102 Kilogramm schwere Modellathlet. Mit 41 Treffern führt der Schwede derzeit die Torschützenliste der European League an, in der Kristianstad aktuell die Gruppe B vor den Füchsen Berlin anführt.
„Adam hat uns sportlich und menschlich absolut überzeugt“, so Björn Seipp. „Wir freuen uns sehr, dass er sich für einen Wechsel zur HSG Wetzlar entschieden hat. Er ist ein sehr intelligenter Abwehrspieler, der in allen Systemen verteidigen kann – auch auf unterschiedlichen Positionen. Dazu bringt er die athletischen Voraussetzungen für die Bundesliga mit. Im Angriff bekommen wir einen sehr beweglichen Kreisläufer dazu, der schnell im Gegenstoß ist. Als Vize-Kapitän hatte Adam in Kristianstad eine Führungsrolle im Team. Wir erhoffen uns, dass er ab Sommer auch in unserer jungen Mannschaft Verantwortung übernimmt und so Anton auch von der Persönlichkeit her ersetzt.“
"Ich freue mich sehr darauf, ab Sommer ein Teil der HSG Wetzlar zu sein. Ein Club und eine Mannschaft, über die ich nur Gutes gehört habe“, so Adam Nyfjäll, der in Wetzlar das Trikot mit der Rückennummer 4 tragen wird. „Auch meine Gespräche mit den Verantwortlichen, vor allem mit dem neuen Trainer Benjamin Matschke, waren extrem positiv, was mich letztlich in meiner Entscheidung bekräftigt hat, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen und nach Wetzlar zu gehen. Für mich geht damit auch ein Traum in Erfüllung, den ich habe seitdem ich ein Kind war, in der Handball-Bundesliga zu spielen. Deshalb bin ich unheimlich glücklich. Ich freue mich sehr darauf, das grün-weiße Jersey anzuziehen und dann hoffentlich wieder vor Fans in der Rittal-Arena zu spielen.“









