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HSG Wetzlar bietet dem THW Kiel lange Paroli

Trotz arger Personalprobleme zeigen die Mittelhessen beim Rekordmeister in vielen Phasen eine gute Leistung, verlieren aber mit 30:34.

Bild: Sascha Klahn

Die HSG Wetzlar hat dem THW Kiel im Auswärtsspiel der Handball-Bundesliga trotz großer personeller Probleme ordentlich Paroli geboten. Aber eine Schwächephase zwischen der 35. und 42. Minute verhinderte, dass die Mittelhessen die Partie bis zum Schluss offen halten konnten. So steht am Ende eine 30:34 (15:16)-Niederlage zu Buche.

Der Spielverlauf

Ohne den am linken Fuß lädierten Kapitän Dominik Mappes, den an einer Gehirnerschütterung laborierenden Jona Schoch und den kurz vor Vaterfreuden stehenden Justin Müller hatten die Mittelhessen nur vier Rückraumspieler mit an Bord. Trotz der Ausfälle machten es die Gäste über weite Strecken mehr als ordentlich und bestätigten den guten Eindruck vom 33:33 zum Saisonauftakt gegen die SG Flensburg-Handewitt. 

Nachdem die Hausherren zu Beginn mächtig aufs Gaspedal drückten und in der achten Minute bereits ihren achten Treffer zum 8:5 erzielten, bekamen die Wetzlarer in der Folgezeit das Tempospiel des Rekordmeisters besser in den Griff. Torwart Anadin Suljakovic parierte zudem einige Würfe. Im Angriff fand die HSG von Beginn an Lösungen. Hätte es nicht eine Abschlussschwäche von den Außenpositionen und vom Siebenmeterpunkt gegeben, die in ihren schwarz-pinken Ausweichtrikots auflaufenden Grün-Weißen wären bestimmt in Führung gegangen. So aber reichte es nur zu zwei Ausgleichstreffern beim 14:14 durch Niklas Theiß und beim 15:15 wenig später durch Nikola Grahovac. 

Nach Wiederbeginn blieb die Partie bis zum 18:18 (36.) eng. Danach folgte eine spielentscheidende Schwächephase der Wetzlarer. Im Angriff leisteten sie sich sechs Minuten mit zahlreichen Fehlwürfen und technischer Fehler, die in einem 0:7-Lauf mündeten. Im Rückraum hatte Trainer Momir Ilic schlicht keine personellen Alternative, um mit Wechseln dem Negativtrend gegensteuern zu können. 

Doch nach dem 18:25 rappelten sich die Gäste wieder auf, waren beim 23:27 erneut etwas näher dran. Und wer weiß, ob der amtierende DHB-Pokalsieger nicht noch etwas nervöser geworden wäre, wenn Ahmed Nafea seinen Tempogegenstoß beim Stand von 24:28 in der 48. Minute verwandelt hätte. So aber scheiterte der Ägypter an THW-Torwart Andreas Wolff, der postwendend den Gegenzug einläutete, den Lukas Zerbe zum 29:24 verwandelte. Die Kieler ließen in der Folge nichts mehr anbrennen, die sich gut verkaufenden Wetzlarer hielten die Niederlage durch einen 3:0-Lauf in den letzten vier Minuten immerhin in Grenzen.   

Das sagt Trainer Momir Ilic

„Wir haben im ersten Durchgang gut gespielt und einen sehr kontrollierten Handball gezeigt. Leider hatten wir auch schon in den ersten 30 Minuten viele verworfene Bälle. Im gesamten Spiel waren es 17 Stück. Das ist zu viel, wenn man in Kiel etwas mitnehmen möchte. In der zweiten Hälfte hatten wir dann diese schwachen Minuten nach dem 18:18, in denen wir große Probleme mit der 3:2:1- beziehungsweise 5:1-Abwehr des THW hatten. Diese Phase hat zu dieser Niederlage geführt. Am Ende sind wir wieder näher herangekommen. Deswegen bin ich mit dem Charakter der Jungs sehr zufrieden. Sie haben trotz der personellen Engpässe bis zum Schluss gekämpft.“

Der Ausblick

Bereits am kommenden Sonntag (15 Uhr) steht für die HSG Wetzlar ein weiteres Auswärtsspiel auf dem Programm. Dann gastieren die Mittelhessen beim SC DHfK Leipzig.

Das nächste Heimspiel in der Buderus Arena folgt eine Woche später am Sonntag, dem 14. September, um 16.30 Uhr gegen den TBV Lemgo Lippe. Für diese Partie sind noch sowohl Sitz- als auch Stehplatzkarten erhältlich – entweder direkt in der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar oder online unter tickets.hsg-wetzlar.de.

Besonders attraktiv: Für das Duell mit Lemgo gibt es gleich mehrere Ticketaktionen. So können sich Fans beispielsweise ein Kombi-Angebot sichern, bei dem der Kauf einer Stehplatzkarte sowohl für die Partie gegen Lemgo als auch für das darauffolgende Heimspiel gegen Minden gilt – bezahlt wird dabei nur eine Karte. Ein Blick in den Online-Shop lohnt sich also in jedem Fall.

Das Stenogramm

Kiel: Nowottny (n.e.), Wolff (15 Paraden) – Duvnjak (3), Reinkind, Landin, Overby (2), Laube (2), Johansson (3), Ankermann (n.e.), Dahmke (1), Zerbe (6/1), Madsen (8), Bilyk, Ellefsen à Skipagotu (6), Imre (3/1). 
Wetzlar: Suljakovic (1 Tor/8 Paraden), Pantel (n.e.) – Grahovac (2), Vistorop (1), Theiß (2), Simic (6), Ahouansou (7), Akakpo (3), Weimer, Löwen, Zacharias (1/1), Cavor (7), Nafea.
Schiedsrichter: Friedel/Herrmann (Leipzig/Zschorlau) – Zuschauer: 9920 – Zeitstrafen: 2:10 Minuten.

Nächstes Spiel

23.05.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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