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HSG Wetzlar empfängt die Champions-League-Heroen

An diesem Sonntag gastiert der THW Kiel in der proppenvollen Buderus Arena. Trainer Frank Carstens hofft nach einer Standpauke der Verantwortlichen auf die richtige Reaktion seiner Truppe

Bild: Sascha Klahn

Natürlich hat Frank Carstens, der Trainer der HSG Wetzlar, am Donnerstagabend vor dem Fernseher gesessen und den kommenden Gegner studiert. Natürlich hat er gestaunt über das, was der THW Kiel da gegen Montpellier abgeliefert hatte. Eine Galastunde der Zebras, die die Franzosen im Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel mit 31:21 bezwangen und damit einen Neun-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachten. „Eine typische THW-Leistung im Mai. Nun sind sie auf Kurs. Diese Mannschaft wird darauf brennen, jetzt noch das bestmögliche Resultat in dieser Saison zu erzielen“, sagt Carstens vor dem Duell in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit dem Rekordmeister, der am Sonntagnachmittag (Anwurf: 16.30 Uhr) in der Buderus Arena gastiert.

„Für uns ist es wichtig erstmal den Zug der Kieler aufzuhalten. Sie kommen mit viel Wucht aus der eigenen Abwehr heraus in den Angriff“, wird der HSG-Coach viel Wert auf das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft legen. Beim 22:32 in der Hinrunde ist das den Mittelhessen lange Zeit gar nicht gelungen. „Da haben sie uns förmlich überrollt“, erinnert sich Carstens. Wenige Wochen später, als die Wetzlarer im Pokal-Achtelfinale eine Sensation bei den Nordddeutschen geschafft und mit 32:31 auswärts triumphiert hatten, klappte das schon deutlich besser.

Daran gilt es nun anzuknüpfen, wenn die Grün-Weißen dem Favoriten von der Förde Paroli bieten wollen. Aber es kommt nicht nur auf eine gute Defensive, sondern auch auf einen effektiven Angriff an. Bei der jüngsten 28:35-Niederlage in Gummersbach stimmte es vorne über lange Phasen überhaupt nicht. Folglich lag die HSG früh deutlich zurück und hatte beim VfL schlicht keine Chance. „Das wollte keiner so“, sagt Carstens. Anfang der Woche gab es angesichts des enttäuschenden Auftritts deutliche Worte von HSG-Geschäftsführer Björn Seipp und dem Sportlichen Leiter Jasmin Camdzic in Richtung der Mannschaft. Natürlich erhoffen sich nun alle die richtige Reaktion der Truppe auf die Kritik der Verantwortlichen.

Der Schwerpunkt in der Trainingsarbeit lag demzufolge auch auf dem Angriff. Durch viele Wiederholungen sollen die Spieler Selbstsicherheit zurückgewinnen, die nach den beiden schwachen Auswärtsspielen in Göppingen und Gummersbach etwas auf der Strecke geblieben ist. Gerade gegen die variantenreiche Defensive der Kieler ist eine kluge Offensivstrategie wichtig, um überhaupt gute Chancen zu kreieren. Und: Das eigene Tempospiel soll nicht vernachlässigt werden. „Gerade mit dem Publikum im Rücken ist das eine große Chance, einen gewissen Druck zu entwickeln“, sagt Carstens. Zumal die Kieler in dieser Saison auch nicht konstant agieren. In der Liga hinken sie den eigenen Erwartungen deutlich zurück und haben mit dem Kampf um Champions-League-Plätze nichts mehr zu tun. Eine herbe Enttäuschung für die erfolgsverwöhnten Nordlichter.

Personell sieht es bei den Wetzlarern weiterhin gut aus. Anadin Suljakovic (Reha nach Finger-OP) ist der einzige Spieler, der derzeit ausfällt. Der eine oder andere plagt sich zwar mit Wehwehchen herum, kann aber am Sonntag spielen. Und Carstens betont noch einmal: „Wenn wir zwei solcher Spiele hinlegen wie zuletzt, dann sind wir alle nicht zufrieden. Wir wollen diese Saison so gut wie möglich zu Ende bringen. Ich sage vom ersten Tag an hier: Wir wollen in jedem Spiel so optimal wie möglich auftreten.“

HSG Wetzlar gegen den THW Kiel live und auf Abruf bei DYN

Letztes Spiel

17.05.2024 - 19:00 Uhr
Rothenbach-Halle

21 : 23

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