HSG Wetzlar erlebt Déjà-vu der unangenehmen Sorte
Die HSG Wetzlar hat am Samstagabend ihr Auswärtsspiel in der Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach verloren. Am Ende hieß es in der natürlich mal wieder stimmungsvollen Werner-Aßmann-Halle 28:29 (12:12) aus Sicht der Mittelhessen, die wegen eines schwachen Starts in die zweite Hälfte in der 50. Minuten schon mit sechs Treffern in Rückstand lagen.
Der Spielverlauf
Die HSG Wetzlar musste kurzfristig auf Jona Schoch verzichten, der sich am Donnerstag im Training eine Fersenverletzung zugezogen hatte. Trotzdem erwischten die Grün-Weißen einen guten Start und lagen zwei Mal mit drei Treffern vorne. Doch nach dem 6:3 durch Cyrill Akakpo (13.) kamen die Gastgeber besser ins Spiel – auch begünstigt durch einige Fehler der Wetzlarer, die beim 6:7 (18.) erstmals in dieser Partie in Rückstand lagen. Doch sie ließen sich auch von dem zwischenzeitlichen 9:11 (25.) nicht verunsichern und drehten mit drei Treffern in Folge noch einmal die Partie. Doch das 12:11, das wiederum Akakpo kurz vor der Pause erzielte, sollte die letzte Führung der Gäste in dieser Begegnung sein.
Denn im zweiten Durchgang lief erst einmal wenig zusammen. Analog zur Partie vor fast einem Jahr, als es in der Halbzeit ebenfalls unentschieden stand, enteilten die Eisenacher innerhalb von dreieinhalb Minuten mit einem 4:0-Lauf von 13:13 auf 17:13. Es kam noch besser für die Thüringer, die beim 24:18 in der 50. Minute sogar mit sechs Treffern vorne lagen und davon profitierten, dass sich die Mittelhessen eine schwache Chancenverwertung leisteten. Möglichkeiten waren da. Doch sie wurden in diesen ersten 20 Minuten des zweiten Durchgangs zu wenig genutzt. Die HSG Wetzlar erlebte also ein Déjà-vu der unangenehmen Sorte und steuerte wie am 11. Oktober 2024 auf eine deutliche Niederlage zu. Doch anders als damals stemmte sie sich in den Schlussminuten gegen die Pleite. Aber das Aufbäumen kam zu spät. Die Zeit rannte bitterlich davon. Als Moritz Ende für den ThSV zum 29:25 traf, waren nur noch etwas mehr als drei Minuten zu spielen. Immerhin erzielte die HSG noch drei Treffer in Folge. Doch Eisenach rettete sich ins Ziel und jubelte.
Das sagt Wetzlars Trainer Momir Ilic
„Natürlich ist es sehr schade, dass wir dieses Spiel verloren haben. Wir haben sehr gut angefangen und mit 6:3 geführt. Wir hatten die Chance per Siebenmeter sogar auf 7:3 zu erhöhen, doch haben sie nicht genutzt. Trotzdem war die erste Hälfte insgesamt in Ordnung. Wir haben das Spiel zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren, als wir beste Chancen nicht genutzt haben. Da hatten wir uns die Möglichkeiten so herausgespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten, aber leider den Ball nicht reingeworfen. Positiv ist, dass wir auch heute wieder Charakter gezeigt haben und am Ende noch einmal herangekommen sind, was in dieser Atmosphäre keineswegs einfach ist. Wir schauen nach vorne. Am nächsten Sonntag kommt Minden in die Buderus Arena und ich wünsche mir eine tolle Kulisse und eine große Unterstützung für meine Mannschaft.“
Der Ausblick
Am kommenden Sonntag (28. September) steht für die HSG Wetzlar ein wichtiges Heimspiel auf dem Programm. Um 16.30 Uhr beginnt in der Buderus Arena die Partie gegen GWD Minden. Noch gibt es Sitz- und Stehplatzkarten. Die sind entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena erhältlich.
Das Stenogramm
Eisenach: Spikic (8 Paraden), Heinevetter (n.e.) – Joelsson (3), Reichmuth (n.e.), Beneke (4/2), Hangstein, Walz (4), Ende (5), Aellen (6), Meyer (1), Antonijevic (n.e.), Seitz (1), Kurch (n.e.), Büchner (4), Saul (n.e.), Leu (1).
Wetzlar: Suljakovic (7 Paraden), Hendawy – Grahovac (1), Visterop (2), Mappes, Theiß (5), Simic (3), Ahouansou (9), Akakpo (5), Weimer (n.e.), Müller (1), Löwen, Zacharias, Cavor, Nafea (3/1).
Schiedsrichter: Otto/Piper (Nienburg/Altenholz) – Zuschauer: 2700 – Zeitstrafen: 12:12 Minuten.










