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HSG Wetzlar kommt kräftig unter die Räder

Die Mittelhessen unterliegen beim Tabellenführer SC Magdeburg mit 20:33 / Partie ist schon zur Pause entschieden

Foto: Popova

Ohne Chance war die HSG Wetzlar am Samstagabend im Auswärtsspiel beim SC Magdeburg. Die Mittelhessen verloren in der Handball-Bundesliga beim Tabellenführer mit 20:33 (10:22).

Der Spielverlauf

Im Grunde genommen ist die Partie schnell erzählt. Die Grün-Weißen schafften es 50 Minuten lang nicht, den amtierenden Champions-League-Sieger auch nur annähernd in Schach zu halten. Immer wieder gewannen die Magdeburger zu leicht ihre Eins-gegen-eins-Duelle, schlossen dann entweder selbst ab oder fanden den freien Mitspieler. So war es für den Spitzenreiter, der in der Liga saisonübergreifend nun seit 26 Partien ungeschlagen ist, zumeist viel zu einfach, erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Im eigenen Angriff fehlte es der HSG über weite Strecken an Durchschlagskraft und Effizienz. Häufig leisteten sich die HSG-Profis Abschlüsse, die für SCM-Schlussmann Sergey Hernandez keine große Herausforderung darstellten. Der Spanier kam zur Pause auf eine Quote von exakt 50 Prozent abgewehrter Bälle, am Ende waren es immer noch überragende  41 Prozent. Teilweise hielt Hernandez wirklich stark, teilweise waren die Würfe aber zu schwach, zu unvorbereitet, zu unplatziert. 6:1 stand es nach neun Minuten, 11:4 nach 16 Minuten. Beim 18:8 (26.) lagen erstmals zehn Tore zwischen beiden Teams. 

Auch nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Statik des Spiels lange nicht. Als Eivar Örn Jonsson für die Gastgeber per Tempogegenstoß zum 27:11 traf, waren noch nicht einmal 35 Minuten gespielt, und HSG-Trainer Momir Ilic nahm schon seine dritte und letzte Auszeit. Aber auch danach wurde es aus Sicht der Grün-Weißen erst einmal nicht besser. Als Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert beim Stand von 29:14 angesichts von zwei Gegentreffern in Folge in einer Auszeit von seinen Schützlingen wieder mehr Dominanz forderte, war zu befürchten, dass die hoch belasteten Champions-League-Heroen gar nicht mal nachlassen würden. Aber in den letzten zehn Minuten unterliefen auch den Hausherren einige Nachlässigkeiten. Das 33:17 durch den Ex-Wetzlarer Philipp Weber war nach etwas mehr als 52 Minuten bereits der letzte SCM-Treffer des Abends. So konnte die HSG in den Schlussminuten noch etwas Ergebniskosmetik bestreiten. 

Das sagt Trainer Momir Ilic

„Wir haben in der ersten Halbzeit in der Deckung nicht gut gestanden und haben zu viele klare Chancen vergeben. Das darf man sich gegen den SC Magdeburg nicht erlauben. Das wird gnadenlos bestraft.  Insofern war das Spiel zur Pause schon entschieden. Ich bin aber stolz auf meine Spieler, dass sie bis zum Ende gekämpft und sich gewehrt haben. Natürlich ist eine solch deutliche Niederlage bitter, aber der Gegner war auch sehr, sehrt stark.“

Der Ausblick

Schon am Donnerstag geht es für die HSG Wetzlar weiter. Um 19 Uhr empfangen die Mittelhessen in der Buderus Arena die Rhein-Neckar Löwen. Es gibt noch einzelne Sitzplatzkarten und zahlreiche Stehplatztickets. Die kann man entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de erwerben oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena.  

Das Stenogramm

Magdeburg: Hernandez (14 Paraden), Mandic (bei einem Siebenmeter) – Musche, Claar, Zechel, Kristjansson (2), Pettersson (1), Magnusson (9/2), Hornke, Jonsson (4), Weber (8), Lagergren (2), Mertens (1), Saugstrup (2), O´Sullivan (1), Bergendahl (3).
Wetzlar: Suljakovic (4 Paraden), Hendawy (ab 31./6 Paraden) – Grahovac, Vistorop (2), Theiß (2), Simic (1), Ahouansou (3), Akakpo, Schoch (1), Weimer, Müller, Löwen, Zacharias, Cavor (3), Nafea (8/2). 
Schiedsrichter: Otto/Piper (Nienburg/Altenholz) – Zuschauer: 6600 (ausverkauft) – Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Nächstes Spiel

10.12.2025 - 20:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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