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HSG Wetzlar muss um den Klassenerhalt bangen

Die Mittelhessen verpassen beim HSV Hamburg den so wichtigen Sieg nur knapp und verlieren mit 32:33.

Foto: Thorge Huter

Die HSG Wetzlar steht vor einem Herzschlagfinale um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga. Nach zwei bitteren Tagen in Hamburg stehen die Mittelhessen vor dem letzten Spieltag zwar dank des bessern Torverhältnisses auf einem Nicht-Abstiegsplatz, haben am Sonntag in der ausverkauften Buderus Arena aber mit dem SC Magdeburg einen Hammer-Gegner vor der Brust. 

Bereits am Mittwochabend hatten die Grün-Weißen einen Rückschlag hinnehmen müssen, als Abstiegskonkurrent GWD Minden sein Heimspiel gegen den THW Kiel gewann. Dennoch bot sich der HSG nur 24 Stunden später beim HSV Hamburg die Chance, eine Vorentscheidung im Kampf um den Ligaverbleib zu erzwingen. Lange Zeit sah es danach aus, als könnten die Wetzlarer den so wichtigen Auswärtssieg mit nach Hause nehmen. Doch wie schon beim Auswärtsspiel Anfang Mai in Göppingen kippte die Partie in der Schlussphase. Die Mittelhessen mussten sich am Ende mit 32:33 (20:19) geschlagen geben.

Damit kommt es am Sonntag zum großen Finale und zum großen Kontrast. Die HSG empfängt den Tabellenersten aus Magdeburg. Minden reist zum bereits abgestiegenen Ligaschlusslicht nach Leipzig. 

Der Spielverlauf

Die HSG erwischte einen mutigen Start und setzte die ersten Akzente. Nach acht Minuten führten die Gäste mit 7:4 und zeigten im Angriff die Entschlossenheit, die in der aktuellen Situation notwendig ist. Allerdings fanden die Grün-Weißen in der Defensive nicht zu der Stabilität, die sie in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. Weil auch beide Wetzlarer Torhüter keinen entscheidenden Zugriff auf die Partie bekamen, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der HSV ging in der 23. Minute beim 14:13 erstmals wieder in Führung. Doch die Wetzlarer hielten dagegen und nahmen eine knappe 20:19-Führung mit in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die HSG konnte den offensiven Schwung der ersten Halbzeit zwar nicht vollständig konservieren und hatte bei mehreren Pfostentreffern zudem das Glück nicht auf ihrer Seite, doch die Mannschaft versuchte alles. Bis zum 31:30 in der 54. Minute legten die Mittelhessen immer wieder vor und hielten die Hoffnung auf den so wichtigen Auswärtssieg am Leben.

Dann folgte die bittere Schlussphase. In Unterzahl gerieten die Grün-Weißen durch Casper Mortensen beim 31:32 erstmals im zweiten Durchgang in Rückstand. Tristan Kirschner antwortete noch einmal mit dem Ausgleich, doch 121 Sekunden vor dem Ende traf erneut Mortensen zum 33:32. Die Wetzlarer fanden im folgenden Angriff nicht mehr die passende Antwort. Wie schon in Göppingen entglitt ihnen ein möglicher Sieg in den entscheidenden Augenblicken.

Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson

„Es ist natürlich sehr enttäuschend für uns, weil einfach mehr drin war. Wir haben leider in unserer Abwehr einiges vermissen lassen. Dazu hat unser Angriffsspiel in der zweiten Halbzeit an Niveau verloren. Wir mussten für unsere Tore immer mehr kämpfen als die Hamburger.“ 

Das Stenogramm

Hamburg: El-Tayar (4 Paraden), Hauck (3 Paraden) – Gadza, Magaard (2), Norlyk (1), Kofler (1), Lassen (3), Jörgensen (10), Weller, Andersen (7/2), Apelt, Olafsson, Sauter (2), Schmidt, Mortensen (7/2), Valiullin.
Wetzlar: Suljakovic (3 Paraden), Palicka (1 Parade) – Vistorop (n.e.), Kirschner (6/2), Mappes (3), Theiß (5), Simic (3), Ahouansou (7), Akakpo, Schoch (1), Müller (2), Spandau (n.e.), Löwen, Cavor, Nafea (5).
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg) – Zuschauer: 3160 – Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Letztes Spiel

07.06.2026 - 15:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

30 : 31
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