HSG Wetzlar nutzt die Chancen nicht
Die HSG Wetzlar hat beim „Tournoi des Alpes“ das Finale hauchdünn verpasst. Der mittelhessische Handball-Bundesligist unterlag am frühen Freitagabend dem Turniergastgeber Chambéry HB mit 33:34 (19:18) und trifft nun am Samstagnachmittag (15 Uhr) im Spiel um Platz drei auf den Verlierer des anderen Halbfinals zwischen dem Top-Klub Montpéllier HB und Chartes HB.
„Es ist total ärgerlich. Wir waren die bessere Mannschaft und hätten gewinnen müssen. Leider haben wir es nicht geschafft, weil wir in den entscheidenden Momenten dann doch nicht konsequent genug waren oder zu leichte Fehler gemacht haben“, sagte Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson.
Die Grün-Weißen, die weiterhin auf Martí Soler (Kniebeschwerden) und den doch in Mittelhessen gebliebenen Georg Löwen (Zweitspielrecht TV Hüttenberg) verzichten mussten, fanden nur schwer in die Begegnung und lagen mit 6:9 zurück, ehe sie sich zunehmend steigerten. Torwart Laszlo Bartucz zeigte einige gute Paraden und gab somit seinen Vorderleuten Rückenwind, die sich nach der eigenen 11:10-Führung auf 15:10 absetzten. Doch in der Schlussphase des ersten Durchgangs gab der Bundesligist diesen Vorsprung fast wieder komplett her. Die Franzosen, die in der vergangenen Saison in der ersten Liga Fünfter wurden, nutzten technische Fehler und Fehlwürfe ihres Kontrahenten gekonnt aus und erzielten kurz vor der Pause den 18:18-Ausgleich. Immerhin bejubelten die Gäste in der Schlussminute noch den Treffer zum 19:18-Pausenstand.
Nach Wiederbeginn lagen die Wetzlarer beim 26:24 weiter knapp vorne, verpassten es aber – analog zum ersten Durchgang – sich deutlicher abzusetzen. Immer wieder unterliefen den HSG-Profis kleinere Fehler, so dass Chambéry nicht nur dran blieb, sondern in den letzten zehn Minuten die Partie auch drehte. 32:30 führten die Franzosen nach 53 Minuten und retteten den Vorsprung bis zum Ende über die Zeit.
Wetzlar: Ravensbergen, Bartucz – Kirschner (2), Mappes (3/1), Theiß (3), Simic (2), Overby (1), Piroch (4), Pehlivan (2), Akakpo, Schoch, Laeso (7), Kompenhans (3), Nafea (6/1).









