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HSG Wetzlar verliert das Mittelhessenderby

Stark ersatzgeschwächter Bundesligist unterliegt vor 850 Zuschauern in Dutenhofen dem TV Hüttenberg mit 31:34.

Bild: Emily Diehl

Die stark ersatzgeschwächte HSG Wetzlar hat am Donnerstagabend das Mittelhessenderby gegen den Zweitligisten TV Hüttenberg mit 31:34 (18:17) verloren und damit in der Wintervorbereitung auf die Restrunde der Handball-Bundesliga im dritten Spiel die erste Niederlage kassiert. Alle Einnahmen des Nachbarschaftsduells, das vor 850 Zuschauern in der Sporthalle Dutenhofen stattfand, gehen an die Mittelhessen Youngsters, den Zusammenschluss der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und des TV Hüttenberg im leistungsorientierten Jugendhandball.

Die HSG Wetzlar musste mächtig improvisieren. Sieben Spieler (Anadin Suljakovic, Josip Simic, Stefan Cavor, Ahmed Nafea, Lion Zacharias Cyrill Akakpo und Niklas Theiß) fehlten den Grün-Weißen. Damit standen Trainer Runar Sigtryggsson kein etatmäßiger Linksaußen und kein Linkshänder im Rückraum zur Verfügung. 

Die Gastgeber erwischten auch keinen guten Start. Die neu einstudierte 5:1-Abwehr stand nicht sattelfest, im Angriff passierten anfangs zu viele Fehler. Der TV Hüttenberg lag so nach einer Viertelstunde mit 10:6 vorne. Danach wurde das Spiel der HSG etwas besser – zumindest in der Offensive. Beim 9:10 (17.) schnupperte der Erstligist erstmals wieder am Ausgleich, der dann beim 15:15 (25.) gelang. Kurz vor der Pause ging Wetzlar durch Jona Schochs Treffer zum 18:17 erstmals nach dem 1:0 wieder in Führung. 

Das enge, ausgeglichene Match setzte sich nach Wiederbeginn fort. Die HSG lag mehrmals mit zwei Treffern vorne (20:18, 23:21, 29:27), der TVH kam aber immer wieder heran. In der Schlussphase kassierten die Grün-Weißen zwei überflüssige Zeitstrafen und gerieten so in Unterzahl auf die Verliererstraße. Dominik Mappes, mit zehn Treffern bester Torschütze des Spiels, traf vier Minuten vor dem Ende noch einmal zum 30:30-Ausgleich, doch mit drei Toren in Folge zog Hüttenberg spielentscheidend weg.   

„Wir hatten heute nicht viele Wechselmöglichkeiten. Also waren wir darauf angewiesen, dass die Spieler, die da waren, auch eine gute Leistung zeigen. Aber das war nicht bei jedem der Fall. Wir hatten einfach zu viele Wellen im Spiel. Wenn wir in der Abwehr mal eine gute Aktion hatten, haben wir es uns im Angriff wieder kaputt gemacht und umgekehrt. Aber Testspiele sind auch dafür da, um Erkenntnisse zu gewinnen – und die habe ich heute reichlich gesammelt“, sagte Wetzlars Trainer Runar Sigtryggsson. Seine Mannschaft hat nun 13 Tage Zeit, ehe das erste Pflichtspiel ansteht. Am 11. Februar (19 Uhr) kommen die Füchse Berlin in die Buderus Arena.

Wetzlar: Pantel (n.e.), Hendawy – Grahovac (2), Vistorop (2), Kirschner (7/2), Metzler (1), Mappes (10/1), Ahouansou (4), Schoch (3), Weimer (1), Müller (1), Löwen, Simon (n.e.).
Hüttenberg: Böhne (ab 31.), Shamir – Schwarz, Paul Ohl (7), Lasse Ohl (2), Zörb (2), Spandau (2), Rüdiger (4), Haack (1), Anselm, Stehl (1), Kompenhans (6), Dyatlov (3), Schreiber (2), Kuntscher (4). 
Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur) – Zuschauer: 850 – Zeitstrafen: 8:10 Minuten.

Nächstes Spiel

11.02.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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