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HSG Wetzlar verliert zu Hause gegen Lemgo

Die Mittelhessen unterliegen vor 3810 Zuschauern mit 21:26 und kommen vor allem im Angriff nie richtig in Schwung.

Bild: Oliver Vogler

Die HSG Wetzlar hat die erste Heimniederlage in der neuen Saison der Handball-Bundesliga kassiert. Gegen den TBV Lemgo Lippe verloren die Mittelhessen am späten Sonntagnachmittag vor 3810 Zuschauern in der Buderus Arena mit 21:26 (11:13).  

Der Spielverlauf

Lemgos Trainer Florian Kehrmann brachte es nach der Partie auf der Pressekonferenz auf den Punkt: „Es war kein schönes Spiel. Er war für beide Mannschaften harte Arbeit, Tore zu erzielen. So ist das manchmal“, sagte der Weltmeister von 2007, der mit seiner Truppe angesichts der ergatterten 6:2 Punkte einen tollen Saisonstart hingelegt hat. Neben ihm saß sein Wetzlarer Kollege Momir Ilic, der enttäuscht feststellen musste, dass seine Mannschaft, die weiter ohne den am Fuß verletzten Kapitän Dominik Mappes auskommen musste, im Angriff schlicht zu viele Probleme offenbarte.

Dabei ging es gut los. Mit 3:1 lagen die Grün-Weißen vorne und hatten den Kontrahenten in dessen nächsten Angriffsversuch erneut im passiven Spiel. Doch der bärenstarke Tim Suton holte im Eins-gegen-eins clever eine Zeitstrafe heraus. Die Folge: Das passive Vorwarnzeichen war aufgehoben und in Überzahl drehten die Lipperländer die Begegnung. Die Leichtigkeit der Wetzlarer war fortan dahin. Sie kam auch nie wieder zurück in die Offensive der Gastgeber, die beim 6:9 in der 15. Minute das erste Mal mit drei Treffern in Rückstand lagen. Defensiv ackerten die Schützlinge von Momir Ilic richtig gut und hatten mit Anadin Suljakovic einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Doch vorne tat sich die HSG sichtlich schwer, was auch der Grund war, warum zur Pause ein 11:13-Rückstand auf der Anzeigetafel zu sehen war.

Im zweiten Durchgang erarbeiteten sich die Grün-Weißen mehrfach die Situation, auf einen Treffer zu verkürzen und hätten so den Druck auf die abgezockten, aber auch nicht fehlerfreien Lemgoer erhöhen können. Doch immer dann, wenn es galt, schlichen sich wieder Fehler ein. Erst beim 18:19 in der 47. Minute gelang der Anschlusstreffer. Und wieder war es Suton, der im nächsten TBV-Angriff eine Zwei-Minuten-Strafe herausholte und somit die Wetzlarer ausbremste. Zwar traf Cyrill Akakpo noch einmal zum 19:20, doch zwei Fehlwürfe auf das leere Lemgoer Gehäuse, ein Stürmerfoul und ein schwacher Abschluss sorgten dafür, dass die Gäste entscheidend enteilten. 23:19 führte der zweifache Deutsche Meister nach 57 Minuten und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. 

Das sagt Wetzlars Trainer Momir Ilic

„Es war ein großer Kampf gegen einen starken Gegner. Das Spiel war lange Zeit sehr eng. Die Niederlage ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen. Aber ich bin mit unserem Angriff nicht zufrieden. Wir haben zu langsam gespielt. Wir waren zu schwach in den offensiven Eins-gegen-eins-Situationen und kamen nie in unseren Spielfluss. Wir haben dieses Spiel in der Offensive verloren. Anadin und unserer Abwehr muss ich ein Kompliment machen. Das war gut. Wenn wir aber ein Spiel gegen Lemgo gewinnen wollen, muss alles passen. Das war heute nicht so.“

Der Ausblick

Für die Wetzlarer geht es am kommenden Samstag (19 Uhr) zum ThSV Eisenach. Das nächste Heimspiel findet in genau zwei Wochen (28. September) um 16.30 Uhr gegen den TSV GWD Minden statt. Karten dafür gibt es entweder online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der Geschäftsstelle der HSG Wetzlar in der Buderus Arena.

Das Stenogramm

Wetzlar: Suljakovic (10 Paraden), Hendawy (n.e.) – Grahovac, Vistorop (1), Theiß (2), Simic (2), Ahouansou (1), Akakpo (1), Schoch, Weimer, Müller (3), Löwen, Zacharias, Cavor (8), Nafea (3).
Lemgo Lippe: Möstl (5 Paraden), Kastelic (3 Paraden/ab 41.) – Hutecek (2), Theilinger (1), Zehnder (2), Simak (2), Schagen (4), Leve Carstensen (2), Suton (7), Willecke, Versteijnen (6), Wagner (n.e.), Faust, Puls, Bröhl (n.e.).
Schiedsrichter: Cesnik/Konrad (Gummersbach) – Zuschauer: 3810 – Zeitstrafen: 6:6 Minuten.         

Nächstes Spiel

23.05.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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