HSG Wetzlar vor wichtigem Heimspiel gegen TVB Stuttgart
An Ostern mag bei der HSG Wetzlar noch niemand denken. Dabei steht das Eiersuchen kurz bevor. Doch der Fokus liegt ganz klar auf Gründonnerstag: Um 19 Uhr empfangen die Grün-Weißen den TVB Stuttgart in der Buderus Arena. Für die Mittelhessen ist die Partie im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga von enormer Bedeutung. „Wir müssen nicht um den heißen Brei herumreden“, sagt Geschäftsführer Björn Seipp und ergänzt: „Das ist für uns ein Muss-Spiel.“
Die aktuelle Lage der HSG Wetzlar
Nach den positiven Gefühlen im Anschluss an den Auswärtssieg vor knapp zweieinhalb Wochen bei GWD Minden folgte zuletzt wieder Ernüchterung: Die deutliche 27:41-Niederlage am vergangenen Samstag bei den Rhein-Neckar Löwen hat Spuren hinterlassen. „Wir haben keine Abwehr gestellt“, ärgerte sich Trainer Rúnar Sigtryggsson auch Tage nach der Partie über die defensive Leistung seiner Mannschaft. Nicht nur der Isländer weiß: Wenn die HSG in den verbleibenden acht Spielen nicht deutlich stabiler verteidigt, wird es schwer, den aktuellen Rückstand von zwei Punkten auf das rettende Ufer aufzuholen. „Ich erwarte eine klare Reaktion“, macht auch Seipp deutlich. Aktuell belegt GWD Minden den 16. Tabellenplatz. Da die HSG das bessere Torverhältnis aufweist und Minden erst am Sonntag gegen Hamburg spielt, könnten die Lahnstädter mit einem Sieg zumindest vorübergehend auf einen Nicht-Abstiegsplatz springen.
Der Gegner: TVB Stuttgart
Wie kräftezehrend der Abstiegskampf sein kann, haben die Schwaben in der vergangenen Saison erlebt: Erst am letzten Spieltag retteten sie sich mit einem knappen Heimsieg gegen Leipzig. In dieser Spielzeit präsentiert sich der TVB jedoch deutlich stabiler und hat sich mit 20 Punkten im unteren Mittelfeld etabliert. Trainer Misha Kaufmann, der im Sommer aus Eisenach kam, hat seine Spielidee erfolgreich implementiert. Stuttgart setzt im Angriff konsequent auf Eins-gegen-eins-Situationen und agiert häufig ohne klassischen Kreisläufer. Stattdessen attackieren vier Rückraumspieler permanent die gegnerische Abwehr. Größter Profiteur dieser Spielweise ist Routinier Kai Häfner. Der 36-Jährige erlebt aktuell eine starke Phase und ist mit 210 Treffern nicht nur bester Torschütze seines Teams, sondern gehört auch ligaweit zur Spitze. Zuletzt unterstrich Stuttgart seine Form mit einem deutlichen Heimsieg gegen den THW Kiel sowie einem Punktgewinn gegen Lemgo. Auswärts wartet das Team um den ehemaligen Wetzlarer Lenny Rubin allerdings noch auf den ersten Sieg – mehrfach waren die Schwaben jedoch dicht dran, unter anderem bei Unentschieden in Flensburg, Minden und Leipzig.
Die personelle Situation der HSG Wetzlar
Personell kann die HSG Wetzlar nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Lion Zacharias fällt mit einer Knieverletzung bis Saisonende aus. Nicht mehr zum Kader gehört Torhüter Karim Hendawy. Der Ägypter hat seinen Vertrag nach dem Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen vorzeitig aufgelöst und wird sich im Ausland einer neuen Herausforderung stellen.
Die Ticketsituation
Die Nachfrage nach Eintrittskarten ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Mehr als 4.000 Zuschauer werden in der Buderus Arena erwartet. Aktuell sind nur noch Stehplatzkarten verfügbar. Diese sind online unter tickets.hsg-wetzlar.de sowie an der Abendkasse ab 17.30 Uhr erhältlich.
Das sagt Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Wir haben bei den Löwen eine heftige Niederlage kassiert. Jetzt spielen wir zu Hause und wollen mit der Unterstützung unserer Fans wieder in die richtige Richtung gehen. Dafür müssen wir uns anders präsentieren als in Mannheim oder auch im Heimspiel gegen Melsungen. Die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie es viel besser kann. Allen ist bewusst, worum es geht. Natürlich haben wir in den vergangenen Tagen intensiv an unserer Abwehr gearbeitet. Aber wir brauchen auch mehr Stabilität im Angriff. Es reicht nicht, wenn wir pro Halbzeit nur 15 Minuten gut spielen.“
So kann man die Partie sehen
Wer es nicht in die Buderus Arena schafft, kann die Partie live und auf Abruf beim Streamingdienst Dyn anschauen. Kommentiert wird die Begegnung von Florian Naß. Die Übertragung beginnt um 18.45 Uhr und kann hier gebucht werden.










