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In der Offensive klemmt´s

Die HSG Wetzlar zeigt sich beim 25:30 in Hannover defensiv deutlich verbessert, doch im Angriff fehlt die Durchschlagskraft.

Bild: Jan Günther

Die HSG Wetzlar hat in der Handball-Bundesliga die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Bei der TSV Hannover-Burgdorf unterlagen die Mittelhessen am Samstagabend mit 25:30 (11:14).

Spielverlauf

Der Tabellen-17. erwischte einen guten Start in die Partie. Grundlage dafür war eine im Vergleich zu den vergangenen Auftritten deutlich stabilisierte Defensive – vor allem in den ersten 20 Minuten. Großen Anteil daran hatte auch Torwart Andreas Palicka, der erst am Freitag verpflichtet worden war und nach nur einer Trainingseinheit direkt das Vertrauen des Trainerteams erhielt. Der schwedische Routinier zeigte im ersten Durchgang eine starke Leistung und gab seiner Mannschaft mit zahlreichen Paraden den nötigen Rückhalt.

„Man hat gesehen, was Palle dem Team geben kann. Sportlich, aber eben auch von der Mentalität her“, sagte Michael Allendorf, der Geschäftsführer Sport der Domstädter, für den es die erste Dienstreise im neuen Job war. Allendorf sah bei seinem Team insgesamt eine „deutliche Steigerung in der Körpersprache“.

Offensiv jedoch belohnte sich die HSG für ihren defensiven Aufwand zu selten. Zwar gingen die Grün-Weißen, bei denen Kapitän Dominik Mappes weiterhin fehlte, mehrfach mit einem Treffer in Führung (5:4, 9./7:6, 16.), versäumten es jedoch, den Vorsprung auszubauen. Nach dem 9:9 in der 21. Minute geriet das Angriffsspiel zunehmend ins Stocken. Hannover nutzte diese Phase konsequent und setzte sich bis zur 25. Minute auf 12:9 ab. Mit einem 11:14-Rückstand ging es schließlich in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte es in vielen Situationen an der nötigen Effektivität im Abschluss. Die Gastgeber erhöhten früh auf 18:12 und schienen die Partie unter Kontrolle zu haben. Wetzlar bewies jedoch Moral, kämpfte sich – angeführt vom starken Niklas Theiß – noch einmal auf 18:21 heran und blieb in Schlagdistanz.

Auf Seiten der Hannoveraner spielte sich jedoch ein anderer in den Vordergrund: Schlussmann Joel Birlehm wuchs im zweiten Durchgang über sich hinaus, parierte zahlreiche Würfe der Mittelhessen und kam am Ende auf herausragende 17 Paraden.

Dass in der ZAG-Arena dennoch etwas möglich gewesen wäre, zeigte sich beim Stand von 25:28 in der 56. Minute. Trotz vieler ausgelassener Chancen durften die Gäste noch auf Zählbares hoffen. Doch August Pedersen, der zuletzt bei der Europameisterschaft zum besten Linksaußen des Turniers gewählt worden war, setzte mit seinem Treffer zum 30:25 in der 58. Minute den Schlusspunkt zugunsten der Niedersachsen.

Das sagt Wetzlars Trainer Runar Sigtryggsson

„Unsere Abwehr stand teilweise gut. Wir hatten unsere Probleme allerdings im Angriff. Joel Birlehm hatte einen Sahnetag erwischt. Er wurde im Laufe der Partie immer stärker. Der Knackpunkt lag aus meiner Sicht Anfang der zweiten Hälfte, als Renars Uscins richtig aufgedreht hatte. Für uns geht es aber darum, die positiven Sachen aus dieser Partie mitzunehmen, denn wir haben am Freitag ein Knallerspiel gegen Leipzig. Darauf werden wir uns jetzt richtig gut vorbereiten.“

Ausblick

Viel Zeit zum Hadern bleibt den Grün-Weißen nicht. Bereits am kommenden Freitag empfängt die HSG Wetzlar den SC DHfK Leipzig in der Buderus Arena. Anwurf ist um 19 Uhr.

Im Kampf um den Klassenerhalt kommt der Partie enorme Bedeutung zu. Die Mannschaft setzt dabei voll auf die Unterstützung ihrer Fans. Karten sind online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der HSG-Geschäftsstelle in der Buderus Arena erhältlich. Aktuell sind nur noch Stehplatzkarten verfügbar.

Das Stenogramm

Hannover-Burgdorf: Gade (n.e.), Birlehm (17 Paraden) – Tissier (2), Poulsen, Uscins (10), Pedersen (6/2), Steinhauser (3), Michalczik (1), Edvardsson (3), Aho, Solstad (1), Fischer (3), Feise (1), Weber, Rodriguez.

Wetzlar: Suljakovic (n.e.), Palicka (11 Paraden) – Grahovac (2), Vistorop (3), Kirschner (6/2), Theiß (5), Simic, Ahouansou (3), Akakpo (n.e.), Schoch (2), Weimer (n.e.), Müller (1), Spandau (n.e.), Löwen, Cavor (2), Nafea (1).

Schiedsrichter: Hurst/Krag (Berlin/Frankfurt) – Zuschauer: 9.498 – Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Nächstes Spiel

28.03.2026 - 18:00 Uhr
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