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Jetzt wird es ernst: HSG Wetzlar im Pokal gefordert

Die Mittelhessen treten am Sonntag (17 Uhr) in der ersten Runde des DHB-Pokals bei den Eulen Ludwigshafen an.

Foto: Emily Diehl

Nach etwas mehr als fünf Wochen Vorbereitung wird es für die HSG Wetzlar erstmals ernst: Am Sonntag um 17 Uhr (live bei Dyn) startet der Handball-Bundesligist mit der Erstrundenpartie im DHB-Pokal bei Zweitligist Eulen Ludwigshafen in die Pflichtspielsaison 2026/27. In der Friedrich-Ebert-Halle wartet auf die Grün-Weißen gleich zum Auftakt eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die aktuelle Lage bei der HSG Wetzlar

Etwas mehr als fünf intensive Vorbereitungswochen liegen hinter der neu formierten Mannschaft von Trainer Rúnar Sigtryggsson. Mit sieben Neuzugängen im Kader stand dabei von Beginn an vor allem eines im Mittelpunkt: Abläufe entwickeln, Abstimmung finden und die Mannschaft Schritt für Schritt zusammenwachsen lassen.

Dabei zeigte die Formkurve zuletzt in die richtige Richtung. Insbesondere beim Turnier am vergangenen Wochenende im französischen Chambéry präsentierten sich die Grün-Weißen defensiv verbessert. Torhüter und Abwehr fanden zunehmend besser zueinander – ein Bereich, in dem es während der Vorbereitung zunächst noch Luft nach oben gegeben hatte.

Die teilweise hohe Zahl an Gegentoren war dabei allerdings nicht allein auf die Defensivarbeit zurückzuführen. Fehlende Abstimmung und technische Fehler im Angriff ermöglichten den Gegnern immer wieder einfache Tore, die für die HSG-Defensive kaum zu verteidigen waren. Auch in diesem Bereich wurden zuletzt Fortschritte sichtbar. „Bei der knappen Niederlage gegen Chambéry haben wir sicherlich unser bestes Spiel der Vorbereitung gemacht“, sagt Michael Allendorf, der Geschäftsführer Sport der Grün-Weißen.

Dennoch weiß man im HSG-Lager, dass die Entwicklung der Mannschaft noch längst nicht abgeschlossen ist. „Wir müssen uns noch weiter steigern, da geht noch mehr“, sagt Rúnar Sigtryggsson. Mit dem grundsätzlichen Verlauf der Vorbereitung und insbesondere der Integration der sieben Neuzugänge zeigt sich der HSG-Coach aber zufrieden.

Der Gegner: Die Eulen Ludwigshafen

Mit den Eulen Ludwigshafen wartet gleich zum Pflichtspielauftakt ein Gegner, den die Grün-Weißen keinesfalls unterschätzen dürfen. Die Pfälzer haben nach ihrem Abstieg 2021 aus der Handball-Bundesliga zwar wechselvolle Jahre hinter sich und mussten sich zwischenzeitlich auch mit Tabellenregionen beschäftigen, die nicht dem eigenen Anspruch entsprachen.

In der vergangenen Saison landeten die Eulen im unteren Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga. Gerade vor heimischem Publikum bewiesen die Ludwigshafener jedoch immer wieder, dass sie auch favorisierten Mannschaften das Leben schwer machen können.

Entsprechend werden sich die Gastgeber auch am Sonntag etwas ausrechnen. In der stimmungsvollen Friedrich-Ebert-Halle dürfte die Mannschaft alles daransetzen, den Bundesligisten aus Mittelhessen zu ärgern.  An einem guten Tag sei gegen den favorisierten Gast ein Coup im Cup möglich, wird Cheftrainer Michael Haaß auf der Vereinshomepage zitiert.

Die personelle Situation der HSG Wetzlar

Personell kann Rúnar Sigtryggsson zum Pflichtspielauftakt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nachdem zu Beginn der Woche einige Spieler krankheitsbedingt kürzertreten mussten, sind diese mittlerweile wieder ins Training zurückgekehrt.

Ein Fragezeichen steht derzeit lediglich hinter dem Einsatz von Martí Soler. Der spanische Linksaußen hatte aufgrund von Knieproblemen weite Teile der Vorbereitung verpasst. Ob es für einen Einsatz am Sonntag bereits reicht, wird sich kurzfristig entscheiden.

Das sagt Rúnar Sigtryggsson

„Die Eulen Ludwigshafen spielen einen sehr disziplinierten Handball. Was sie machen, hat Hand und Fuß.  Wir müssen auf der Hut sein und werden das mit voller Konzentration und Respekt angehen. Gleichzeitig erwarte ich schon, dass man im Laufe des Spiels schon einen Qualitätsunterschied zwischen uns und den Eulen sieht. Aber ja, es ist eine knifflige Pokalaufgabe.“

Nächstes Spiel

30.08.2026 - 16:30 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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