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HSG Wetzlar muss sich gegen Rekordmeister geschlagen geben!

Die Bundesligahandballer schaffen gegen den THW Kiel nicht die Sensation und verlieren das Topspiel des 15. Spieltags mit 25:31. Somit gewinnt der Rekordmeister erstmals seit 37 Monaten in Mittelhessen.

Bild: Oliver Vogler

Interimstrainer Jasmin Camdzic schickte die gleiche Startsieben wie beim Auswärtserfolg in Hannover auf die Platte: Emil Mellegard und Domen Novak starteten auf den Außen, Lenny Rubin, Jonas Schelker und Jovica Nikolic im Rückraum. Am Kreis stand Erik Schmidt seinen Mann, im Tor Till Klimpke.

Die erste Aktion des Tages nutzte Jovica Nikolic zur ersten mittelhessischen Führung. Erik Schmidt startete defensiv direkt mit einem Block, sodass Jonas Schelker nach 90 Sekunden zum 2:0 einwerfen konnte. Kampf und Emotionen zeigten die Wetzlarer Jungs von Sekunde eins, angepeitscht von einer fast ausverkauften Buderus Arena. Im Zweikampf von Hendrik Wagner und Domogaj Duvnjak musste der Wetzlarer für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Aber auch die Kieler agierten in Unterzahl, da Wienczek Jonas Schelker regelwidrig stoppte. Domen Novak nutzte in der fünften Minute einen fein ausgespielten Spielzug zum 4:2. Als dann Till Klimpke seine erste Parade zeigte, packte Rubin die Chance und erhöhte auf 5:2. Nach fast sieben Minute brach die 100% Trefferquote von den Wetzlarer Jungs ein, indem Tomas Mrkva einen Ball von Novak entschärfte.

Die Wetzlarer hatten beste Möglichkeiten, aber Klimpke traf nicht ins leere Tor, Mellegard schoss über dieses, sodass Reinkind zum 5:6 verkürzte. Die Hausherren reagierten allerdings damit, dass Rubin dem Gegner den Ball klaute und Novak im Gegenstoß traf.  

Die Wetzlarer kämpften um jeden Ball und konnten in Unterzahl zum 11:8 durch Emil Mellegard treffen. Bis dahin eine überragende Leistung der Mittelhessen. Als dann Erik Schmidt für zwei Minute auf der Bank Platz nehmen musste, verloren die Wetzlarer kurz den Faden und mussten das 11:11 von Niclas Ekberg hinnehmen. Interimstrainer Jasmin Camdzic bat daraufhin erstmals sein Team zusammen. In der 28. Minute konnte Patrick Wiencek erstmals für eine Kieler Führung treffen, da die Wetzlarer an Landin scheiterten. Den Kreisläufer Wiencek bekamen die Grün-Weißen vor der Pause einfach nicht zu fassen, so auch kurz vor der Halbzeit. Sander Sagosen konnte den fälligen Siebenmeter zum 15:13 einwerfen. Dies war auch gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand, denn Novak scheiterte noch per Siebenmeter an Landin. Während die Kieler einen 3:0-Lauf in den letzten Minuten des ersten Durchgangs starteten, scheiterten die Wetzlarer in dieser Zeit immer wieder an Landin. Der Welttorhüter zeigte in elf Minuten Spielzeit nach seiner Einwechslung direkt sechs Paraden.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: mit einem Tor von Jovica Nikolic. Till Klimpke hielt seine Mannschaft bei einem hektischen sowie wilden Beginn im Spiel, indem er mehrere Paraden zeigte, unter anderem einen Siebenmeter gegen Sagosen. Vorne klappte die Abstimmung nicht so gut, wie im ersten Durchgang, auch weil die Kieler Abwehr jetzt noch kompakter stand. Ein starker Pass kam dann bei Erik Schmidt ein, der wieder zum 16:18 verkürzen konnte. Die abgezockten Kieler hatten aber oftmals schnelle Antworten, während sich die Wetzlarer ihre Tore hart erarbeiten mussten. Lenny Rubin nutzte hintereinander zwei beste Chancen nicht, sodass Niclas Ekberg zum 21:18 für den Tabellenzweiten einwerfen konnte. Nach einem weiteren Gegentor betätigte Jasmin Camdzic dann das zweite Mal den Buzzer. Sander Sagosen kam nach langer Verletzungspause stark zurück, zeigte enorme Spielfreude und startete mit einem Gewaltwurf eine richtungsweisende Phase seines Teams. Die Kieler zeigten ihre Weltklasse und zogen mit vielen Einzelaktionen zum 26:20 (50.) davon. Dabei zeigte Niklas Landin zwischenzeitlich eine Quote von 50 Prozent und ließ die Wetzlarer Jungs verzweifeln.

Die Wetzlarer wollten mit einer offensiven Abwehr die Kieler stören, aber auch das brachte nicht mehr den gewünschten Erfolg, spätestens in der 55. Minute war das Spiel durch Harald Reinkinds Tor zum 29:23 entschieden. Letztlich verloren die Wetzlarer verdient mit 25:31, wobei sie vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung ablieferten. Die Extra-Klasse des Starensemble setzte sich erstmals seit 37 Monaten angeführt von Niklas Landin und Sander Sagosen in Mittelhessen durch.

Jetzt gilt es sich schnell wieder zu fokussieren. Schon am Donnerstag reisen die Wetzlarer Jungs zum TBV Lemgo Lippe zum nächsten Spieltag in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.

HSG Wetzlar: Klimpke , Suljakovic - Nyfjäll (2), Lipovina, Schmidt (1), Nikolic (5), Becher (1), Weissgerber (2/1), Schelker (2), Wagner, Mellegard (2), Cepic, Rubin (5), Novak (5/1)

THW Kiel: N. Landin, Mrkva- Duvnjak, Sagosen (5/2), Reinkind (4), M. Landin (5/2), Øverby, Wiencek (4), Ekberg (5/1), Pabst (n.e.), Fraatz (n.e.), Dahmke (2), Zarabec (n.e.), Wallinius, Bilyk (5), Pekeler (1)

Nächstes Spiel

09.02.2023 - 19:05 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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