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HSG Wetzlar kann auch im 25. Bundesligajahr nicht in Lemgo siegen!

Bild: Matthias Wieking

Die Grün-Weißen müssen sich am 16. Spieltag beim TBV Lemgo Lippe mit 29:34 geschlagen geben. Dabei steht die mittelhessische Abwehr ohne Erik Schmidt nicht so kompakt wie zuletzt.

Am Donnerstag reisten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar zum TBV Lemgo Lippe. Dabei musste Interimstrainer Jasmin Camdzic kurzfristig auf Erik Schmidt verzichten, der mit Wadenproblemen ausfiel. Für ihn rückte Nachwuchsspieler Maduwuike Okpara in den Kader. Zudem fehlten weiterhin die Langzeitverletzten Magnus Fredriksen und Stefan Cavor.

Das Traditionsduell startete mit einem Tor von Bobby Schagen mit der Führung für die Hausherren. Lenny Rubin hielt mit einem Distanzwurf dagegen. Nach einer Parade von Klimpke konnte dann Kapitän Adam Nyfjäll in der vierten Minute zum 2:1 für seine Farben einwerfen. Der schwedische Kreisläufer war es auch, der in der achten Minute zum 4:2 traf.

Jasmin Camdzic hatte Tempo vor der Partie gefordert und seine Schützlinge zeigten dies zum 6:3. Domen Novak schickte Hendrik Wagner zur Führung auf die Reise. In der Anfangsphase konnten sich sowohl Finn Zecher als auch Till Klimpke mehrfach im Tor ihrer Mannschaft auszeichnen, sodass sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Ein engagierter Beginn der Mittelhessen!

In der 15. Minute musste mit Nyfjäll erstmals ein mittelhessischer Spieler eine Zeitstrafe hinnehmen, sodass Maduwuike Okpara an den Kreis rückte. Einen tollen Ballgewinn von Novak konnte Emil Mellegard zur 10:8-Führung verwandeln (19. Minute). Diese hielt allerdings nicht lange, denn die Wetzlarer konnten Niels Versteijnen nicht stoppen, der zum 10:10 ausglich. Als die Lemgoer in der 24. Minute dann erstmals wieder seit der ersten Minute in Führung gehen konnte, betätigte Jasmin Camdzic erstmals den Buzzer. Daraufhin ging sein Team wieder in Führung, diese sollte allerdings nur kurz Bestand haben, denn der TBV nutzten ungenaue Würfe der Wetzlarer konsequent aus. Emil Laerke traf kurz vor der Halbzeit bei drohendem Zeitspiel mit einem Gewaltwurf zum 15:13 für Lemgo. Die Grün-Weißen hatten Glück, denn erst traf Guadiola den Pfosten, dann kullerte ein Lipovina-Wurf nach einem Block ins Tor. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte Gedeon Guardiola die 16:14-Führung des TBV Lemgo Lippe.

Der zweite Durchgang startete mit Anadin Suljakovic mit einem neuen Torhüter im Wetzlarer Tor. Dieser konnte aber auch Samuel Zehnder mit dem ersten Treffer nicht aufhalten. Am Donnerstag funktionierte das Kreisläuferspiel offensiv besser als zuletzt, sodass Adam Nyfjäll gleich zweimal vorne traf. Sein schwedischer Landsmann Mellegard verkürzte zum 17:18-Anschlusstreffer in der 35. Minute. Die Lemgoer wollten wieder davonziehen, Lukas Zerbe traf mit einem Doppelschlag zum 22:18 für seine Farben. Jasmin Camdzic wechselte daraufhin mehrmals und Domen Novak verkürzte erneut zum 20:23.

In der 43. Minute dann der erste Siebenmeter des Tages, den Domen Novak zum 22:25 verwandelte. Die Lemgoer ließen den Wetzlarern wenig Möglichkeiten, um zu verkürzen. In der 45. Minute kam dann auch noch die Hypothek der doppelten Unterzahl dazu. Erst agierte Hendrik Wagner unglücklich, dann sein Partner im Innenblock Adam Nyfjäll. Dies nutzten die Hausherren ins leere Tor durch Tim Suton zum 28:23 aus. Immer dann, wenn die Wetzlarer die Chance zum Verkürzen hatten, passierten unnötige Fehler. Würfe landeten nicht im leeren Tor, Tempogegenstöße wurden nicht verwandelt oder Abschlüsse zu voreilig genommen.

Die letzten 15 Minuten leitete Lenny Rubin mit einem Distanzwurf ein, zudem agierten die Domstädter mit einer offensiven Abwehr mit Lukas Becher an der Spitze. Die Umstellungen der Auszeit fruchteten vorerst, sodass Florian Kehrmann sein Team zusammen bat. Es blieb weiter spannend, denn Jovica Nikolic konnte in der 52. Minute erneut zum 26:28 verkürzen. Als dann der serbische Linkshänder gefoult wurde und Frederik Simak eine Zeitstrafe hinnehmen musste, rochen die Wetzlarer am Anschlusstreffer. Das Momentum verpuffte, da Rubin über das Tor warf. Im Gegenzug übernahm Tim Suton für die Hausherren Verantwortung, sodass Jasmin Camdzic bei noch 3,5 Minuten Restspielzeit und einem 28:31-Rückstand sein Team zusammen bat. Dies sollte allerdings nichts mehr einbringen. Die Wetzlarer Jungs zeigten in den letzten Minuten zu ungenaue Pässe und standen nicht mehr nah genug beisammen, sodass die Lemgoer letztlich verdient in eigener Halle mit 34:29 gewannen. Somit bleibt auch in der 25. Bundesligasaison der „Fluch“ in Lemgo bestehen, die HSG Wetzlar konnte noch nie bei den Blau-Weißen gewinnen. Lemgo siegt aufgrund einer konstanteren Abwehr- und Torwartleistung.

Weiter geht es für die HSG Wetzlar am kommenden Wochenende, wenn die Rhein-Neckar Löwen in Mittelhessen zu Gast sind. Anwurf ist am Sonntag um 14:00 Uhr in der Buderus Arena und es sind nur noch Stehplatztickets erhältlich.

TBV Lemgo Lippe: Ristovski, Zecher – Hutecek (6), Zehnder (2), Brosch (1), I. Guardiola, Simak, Laerke (2), Schagen (2), Blaauw (1), Schwarzer, Suton (7), Zerbe (5), Versteijnen (5), G. Guardiola (3), Houtepen

HSG Wetzlar: Klimpke , Suljakovic - Nyfjäll (9), Lipovina (3), Nikolic (3), Becher, Weissgerber, Schelker (1), Wagner (2), Okpara, Mellegard (2), Cepic, Rubin (5), Novak (4/1)

Nächstes Spiel

09.02.2023 - 19:05 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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