Mit bester Saisonleistung zum ersten Heimsieg
Momir Ilic klatschte seine Spieler auf der Bank schon nach gut 50 Minuten ab. Der Vorsprung im Bundesliga-Heimspiel gegen GWD Minden war zu diesem Zeitpunkt schon so groß, dass der Trainer der HSG Wetzlar wusste, dass nichts mehr anbrennen würde. Mit der besten Saisonleistung gewann die HSG Wetzlar am späten Sonntagnachmittag dieses wichtige Match mit 39:28 (18:14) und sicherte sich damit den ersten Erfolg in dieser Saison in der Buderus Arena.
Der Spielverlauf
Von Beginn an waren die Hausherren voll da und überzeugten mit einer starken Defensive. Immer wieder rannten sich die ersatzgeschwächten Mindener in der Anfangsphase an der Deckung der Wetzlarer fest oder mussten sich Abschlüsse nehmen, die wenig erfolgsversprechend waren. Dementsprechend enteilten die Mittelhessen bis zur 14. Minute schon auf 8:3. Doch in der Folge entwickelte sich bis zur Pause eine eher ausgeglichene Begegnung, in der die Gäste durch Niclas Heitkamp und Karolis Antanavicius immer wieder erfolgreich waren und somit den Rückstand bis zur Pause in Grenzen hielten. „Der Pausenstand war noch ok für mich“, sagte GWD-Trainer Aaron Ziercke, dem aber gar nicht schmeckte, was zu Beginn des zweiten Durchgangs passierte. Denn innerhalb von nicht einmal neun Minuten machten die Gastgeber in beeindruckender Manier kurzen Prozess mit ihrem Gegner und hatten die Partie beim Stand von 26:16 (39.) praktisch schon entschieden. „Wir haben uns in der Kabine gesagt, dass die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte die entscheidenden sind und wollten sofort voll da sein“, beschrieb Rechtsaußen Cyrill Akakpo die Marschrichtung für die zweiten 30 Minuten und schob mit einem Lächeln hinterher: „ Ich glaube, wir haben das gut umgesetzt.“ Als Nikola Grahovac in der 48. Minute zum 33:21 traf, war die deutlichste Wetzlarer Führung des Tages erreicht. Heitkamp und Antanavicius waren in der Schlussphase für Minden noch einige Male erfolgreich, aber dank einer hohen Effizienz vor des Gegners Kasten blieb der Vorsprung der Domstädter stabil. Am Ende hieß es 39:28 für die HSG Wetzlar.
Das sagt Wetzlars Trainer Momir Ilic
„Das war unsere beste Leistung in dieser Saison. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute voll durchgezogen. Schön war, dass wir uns für unsere gute Abwehr auch mit Gegenstoßtoren belohnt haben. Unser Ziel war es, immer aufs Tempo zu drücken. Das haben wir sehr gut geschafft und haben auch rotieren können. Kompliment an unsere Fans für die Unterstützung. Das hat uns sehr geholfen.“
Der Ausblick
Für die HSG Wetzlar geht es am Mittwoch im DHB-Pokal weiter. Die Mittelhessen treten beim Deutschen Meister Füchse Berlin an. Die Partie ist nach Potsdam verlegt worden und beginnt um 19 Uhr. Am 9. Oktober (19 Uhr) steht das nächste Auswärtsspiel in der Liga an. Dann geht es zum Bergischen HC. Am Sonntag, dem 12. Oktober, empfängt die HSG um 18 Uhr in der Buderus Arena den HSV Hamburg. Karten für diese Partie gibt es online unter tickets.hsg-wetzlar.de oder auf der Geschäftsstelle des Klubs in der Buderus Arena.
Das Stenogramm
Wetzlar: Suljakovic (11 Paraden), Hendawy (ab 48. und bei zwei Siebenmetern/5 Paraden) – Grahovac (4), Vistorop (2), Mappes (6/1), Theiß (1), Simic (5), Ahouansou (8), Akakpo (3), Weimer (1), Müller (2), Löwen (1), Zacharias (3), Cavor (1), Nafea (2).
Minden: Semisch (7 Paraden), Ivanisevic (15. – 41./3 Paraden) – Diekmann (1), Kranzmann (4), Franz (n.e.), Antanavicius (7), Korte (2), Weber, Gruszka (2/2), Vorlicek (4), Heitkamp (6), Welle, Bergner (2), Schulz (n.e.), Donker, Valiullin.
Schiedsrichter: Bärmann/Bärmann (Graben-Neudorf) – Zuschauer: 3683 – Zeitstrafen: 4:6 Minuten.










