Nafea und Suljakovic spielen um Titel
Während ihre Mannschaftskollegen von der HSG Wetzlar am Mittwochnachmittag das erste Mal wieder gemeinsam in der Sporthalle Dutenhofen trainierten, haben Stefan Cavor, Anadin Suljakovic, Ahmed Nafea und Josip Simic derzeit andere Aufgaben im Sinn und vor der Brust. Die vier Spieler des mittelhessischen Handball-Bundesligisten sind mit ihren Nationalmannschaften bei Kontinentalmeisterschaften gefordert – mit ganz unterschiedlichen Ambitionen.
Anadin Suljakovic (Katar)
Sechs Mal in Folge hat Katar die Asienmeisterschaft gewonnen. „Wir wollen es auch ein siebtes Mal schaffen“, sagt Suljakovic. Doch der Schlussmann fügt hinzu: „Dieses Mal wird es so schwierig wie noch nie. Alle wollen uns schlagen. Außerdem sind viele Teams besser geworden.“ Als größte Konkurrenten im Kampf um den Titel hat der 27-Jährige Japan, Bahrain und Turnier-Gastgeber Kuwait ausgemacht. Für seine Truppe, die am Mittwoch von Katar ins 800 Kilometer entfernte Kuwait geflogen ist, beginnt der Wettbewerb am Freitag mit dem Duell gegen Oman. Zweiter Vorrundengegner ist Südkorea, ehe die Hauptrunde startet. Das Finale findet am 29. Januar statt.
Stefan Cavor (Montenegro)
Grundsätzlich findet Stefan Cavor, dass die montenegrinische Mannschaft in den vergangenen Tagen „wirklich sehr gut gearbeitet“ hat und bestens präpariert die EM angeht. Zwei Testspielsiege gegen Bosnien belegen das. Und doch zieht der Linkshänder etwas die Stirn in Falten. Das hat zwei Gründe: Zum einen hat das Team von Nationaltrainer Didier Dinart mit Slowenien, der Schweiz und den Faröer Inseln eine schwierige Gruppe erwischt. Zum anderen fallen mit Nebojsa Simic und Nikola Matovic die beiden Stammtorhüter aus. „Jeder weiß, was das im Handball bedeutet“, sagt „Caki“, der aber dennoch betont: „Wir wollen nicht nur bei dieser EM mit dabei sein, sondern in die Hauptrunde einziehen.“ Dafür müssen Cavor und Co. mindestens Zweiter werden. Los geht es für sie am Freitag in Oslo gegen Slowenien.
Josip Simic (Kroatien)
Nachdem die Kroaten am vergangenen Sonntag ihr Testspiel in Hannover gegen Deutschland bestritten haben, sind sie direkt in der niedersächsischen Landeshauptstadt geblieben, ehe es am Donnerstag nach Malmö geht, wo am Samstag das erste Spiel gegen Georgien ansteht. In diesem Duell ist der WM-Zweite klarer Favorit, danach steigern sich die Herausforderungen. Es folgt ein Duell gegen die Niederlande und zum Vorrunden-Abschluss das Topspiel gegen Co-Gastgeber Schweden. „Das hat für uns schon vorentscheidende Bedeutung für den weiteren Verlauf“, sagt Simic. Die beiden Partien gegen Deutschland endeten für Kroatien mit Niederlagen. Der Kreisläufer der HSG Wetzlar will das jedoch nicht überbewerten. „Es waren Testspiele und es wurde auch viel ausprobiert.“ Die größten Probleme hatten die Kroaten im Angriffsspiel. „Da haben wir viele Fehler gemacht“, findet Simic. „In den letzten Tagen haben wir viel daran gearbeitet, dass wir in diesem Bereich besser werden.“
Ahmed Nafea (Ägypten)
Mit breiter Brust und großen Ambitionen reist das ägyptische Team zur Afrikameisterschaft nach Ruanda. Noch bis Montag befindet sich der neunfache Afrikameister, der die vergangenen drei Kontinentalturniere allesamt gewonnen hat, in Kairo zur finalen Vorbereitung. „Bislang läuft alles nach Plan“, berichtet Nafea. Das Team kam am Neujahrstag in Barcelona zusammen und bestritt bei einem Vorbereitungsturnier Spiele gegen Portugal (31:31), die Slowakei (39:30) und den Iran (43:24). In Vorrundengruppe B treffen die Ägypter auf Angola, Gabun und Uganda. Die größten Konkurrenten im Titelkampf sind Tunesien und Algerien. „Unser Ziel ist natürlich, dass wir das Turnier für uns entscheiden“, sagt Nafea. Das Finale findet am 31. Januar statt.










