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Neue Chance im Hessenderby

Am Sonntag tritt die HSG Wetzlar in Kassel bei der MT Melsungen an

Bild: Tom Weller

Es geht Schlag auf Schlag für die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga. Am Donnerstag waren die Mittelhessen noch beim TVB Stuttgart gefordert, am Sonntag (16.30 Uhr) steht für sie das Hessenderby in Kassel gegen die MT Melsungen auf dem Programm. 

Die aktuelle Lage

Der Auftritt im Schwabenland war trotz der 27:30-Niederlage mehr als ordentlich – in der ersten Hälfte sogar gut. „Es waren wieder Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben“, sagt Jasmin Camdzic, der Sportliche Leiter der Lahnstädter, die weiter mit 5:23 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz stehen. Das größte Manko war die Chancenverwertung im zweiten Durchgang. Positiv ist zu sehen, wie viele gute Möglichkeiten sich die Wetzlarer erarbeitet hatten. Negativ war es, wie fahrlässig sie damit umgingen. Gerade in der letztlich entscheidenden Phase zwischen der 40. und 50. Minute ließen die HSG-Profis reihenweise beste Chancen liegen. Es gab aber weitere positive Signale. Die Einsatzbereitschaft stimmte von Beginn an. „Wir haben 60 Minuten gekämpft“, sagte Trainer Momir Ilic. In der Deckung verteidigten die HSG-Profis über weite Strecken leidenschaftlich. Und: Lion Zacharias überzeugte mit elf Treffern. Der Linksaußen, der schon in der Woche zuvor gegen die Rhein-Neckar Löwen gefiel, verwandelte alle Siebenmeter (8) und hielt sich auch ansonsten schadlos. „Das war eine Top-Leistung von Lion“, freute sich Ilic, der sich danach sehnt, dass alle seine Schützlinge in einem Spiel mal gute Quoten aufweisen. „Dann“, so sagt er, „werden wir unsere Punkte holen. Es fehlt nicht viel. Wir müssen an unseren Weg glauben.“

Der Gegner: MT Melsungen   

Die Nordhessen erreichten in der vergangenen Runde das beste Bundesliga-Ergebnis ihrer Geschichte. Als Tabellendritter schnupperten sie sogar lange an den beiden Champions-League-Plätzen. Doch in dieser Saison hat die MT schon 13 Minuspunkte auf dem Konto – genau so viele wie in der gesamten Vorsaison. Das liegt auch an Verletzungspech. Zwei Spieler werden schmerzlich vermisst: Torhüter Nebojsa Simic und Chefstratege Eric Balenciaga fehlen schon seit Monaten. Immerhin schwang sich Mohamed Darmoul zuletzt mehr und mehr als guter Ersatz für Balenciaga auf und brachte als Mittelmann starke Leistungen. Mit Darmoul, Dainis Kristopans, Olle Forsell Schefvert, Nikolaj Enderleit und dem zuletzt immer besser in Form kommenden Uladzislau Kulesh besitzen die Rot-Weißen grundsätzlich eine starke Rückraumreihe. Auch am Kreis und auf Außen sind die Nordhessen gut besetzt. Deswegen ist es keine Frage, dass sie als Favoriten in das Derby gehen, zumal sie von den letzten fünf Bundesliga-Partien nur eins verloren haben – zu Hause gegen die SG Flensburg-Handewitt.       

Das sagt Wetzlars Trainer Momir Ilic

„Wir brauchen nicht über die Qualität der MT Melsungen zu sprechen. Die ist ohne Zweifel groß. Da kommt Einiges auf uns zu. Wir brauchen eine sehr gute Leistung, um den Melsungern Paroli zu bieten. Ich habe in Stuttgart trotz der Niederlage viele positive Sachen gesehen. Vor allem sind die Jungs bis zum Schluss positiv geblieben. Das ist in unserer Situation wichtig und die Basis dafür, dass wir die Trendwende schaffen.“

Die personelle Situation der HSG Wetzlar

Dominik Mappes fehlt weiterhin. Der Rest des Kaders ist an Bord und tritt am Sonntagmittag die Reise nach Kassel an.

So kann man die Partie sehen

Der Streamingdienst Dyn überträgt das Hessenderby live und auf Abruf aus der Rothenbachhalle. Die Übertragung beginnt um 16.15 Uhr. Kommentiert wird die Begegnung von Florian Naß. Hier kann man die Übertragung buchen.

Nächstes Spiel

11.02.2026 - 19:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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