Richtungsweisendes Heimspiel in der Buderus Arena
Richtungsweisendes Heimspiel für die HSG Wetzlar: An diesem Freitag (19 Uhr) empfangen die Mittelhessen in der Buderus Arena den punktgleichen Konkurrenten SC DHfK Leipzig. Tabellenletzter gegen Vorletzten – ein Duell, das schon vor dem Anpfiff zahlreiche Geschichten schreibt. Unter anderem die, dass beide Trainer auf ihren Ex-Klub treffen. Noch sind Stehplatzkarten erhältlich.
Die aktuelle Lage der HSG Wetzlar
Zwei Pflichtspiele haben die Grün-Weißen im Jahr 2026 bislang absolviert. Das 27:41 gegen die Füchse Berlin verlief ernüchternd, bei der 25:30-Niederlage in Hannover waren trotz des Ergebnisses positive Ansätze erkennbar. Die Abwehr agierte über weite Strecken kompakter, Torwart Andreas Palicka war bei seinem Debüt ein starker Rückhalt. Zudem zeigten sich die Linkshänder Tristan Kirschner (6 Tore) und Niklas Theiß (5) treffsicher.
Dennoch bleibt Luft nach oben. „Wir müssen uns gegen Leipzig besser präsentieren als bislang“, fordert Trainer Rúnar Sigtryggsson mit Blick auf das gesamte Team. Dass das Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn im Abstiegskampf richtungsweisend ist, steht außer Frage.
Michael Allendorf, neuer Geschäftsführer Sport, ordnet die Bedeutung dennoch ein: „Wir wollen unbedingt gewinnen. Aber nach dieser Partie ist weder das eine Team endgültig gerettet noch das andere abgestiegen. Auch am Freitag werden nur zwei Punkte vergeben.“
Der 39-Jährige nutzte die Woche für zahlreiche Einzelgespräche, um sich ein umfassendes Bild zu verschaffen. Sein Eindruck: „Ich habe ein gutes Gefühl. Die Mannschaft ist fokussiert und gut vorbereitet.“
Der Gegner: SC DHfK Leipzig
Seit acht Spielen steht Frank Carstens beim SC DHfK Leipzig an der Seitenlinie. Er übernahm als Nachfolger des entlassenen Raul Alonso. Fünf der bislang sieben Saisonpunkte holten die Sachsen unter dem früheren Wetzlarer Coach – ein Beleg für die positive Entwicklung.
Neben zwei Siegen gegen Hamburg und einem Remis gegen Hannover-Burgdorf stehen zwei knappe Ein-Tore-Niederlagen in Stuttgart und Magdeburg. Carstens hat es geschafft, die individuell stark besetzte Mannschaft auch als Kollektiv zu stabilisieren.
Besonders beeindruckend war der 35:33-Erfolg in Hamburg – das bislang einzige Spiel nach der EM-Pause. Im Mittelpunkt stand Dean Bombac. Der Anfang Dezember verpflichtete 36-jährige Slowene erzielte elf Tore und leitete zahlreiche weitere Angriffe ein. „Er gibt dem Leipziger Spiel eine neue Struktur“, analysiert Sigtryggsson.
Doch Bombac ist nicht der einzige Schlüsselspieler. Im rechten Rückraum sorgt Nationalspieler Franz Semper mit seiner Wurfkraft für Gefahr, auf halblinks zählt der tschechische Rückraumspieler Matej Klima zu den prägenden Figuren.
Sigtryggsson, der von November 2022 bis Juni 2025 selbst in Leipzig tätig war, kennt viele Akteure bestens. „Wir versuchen, dieses Wissen zu unserem Vorteil zu nutzen“, sagt der Isländer. Umgekehrt ist auch Carstens, Wetzlars Trainer von Juli 2023 bis Mai 2025, mit dem aktuellen HSG-Kader bestens vertraut.
Die Ticketsituation
Am Donnerstagmittag waren noch zahlreiche Stehplatzkarten verfügbar. Diese können online unter diesem Link oder am Spieltag ab 17.30 Uhr an der Abendkasse erworben werden. Die HSG Wetzlar rechnet mit etwas mehr als 4.000 Zuschauern.
Das sagt Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson
„Über die Wichtigkeit dieses Spiels muss ich nichts sagen. Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen. Gegen Eisenach kurz vor Weihnachten hat man gesehen, welche Energie entstehen kann. Aber klar ist auch: Die Mannschaft muss den Fans zunächst etwas bieten, bevor wir etwas zurückbekommen. Beide Seiten sind gefordert.“
So kann man die Partie sehen
Wer nicht live in der Halle dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie beim Streamingdienst Dyn live oder auf Abruf zu verfolgen. Kommentiert wird die Begegnung von Florian Naß, als Experte ist Tobias Reichmann im Einsatz, moderiert wird die Sendung von Hannah Nitsche.










