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Keine Punkte im letzten Spiel des Jahres!

+ 18. Spieltag +

Bild: Ingrid Anderson-Jensen

Die HSG Wetzlar verabschiedet sich mit einer Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt aus dem Kalenderjahr 2022. Nach dem 24:34 im hohen Norden wartet jetzt die Pause der Weltmeisterschaft, um neue Kräfte zu sammeln.  

Über 600 Kilometer reisten die Wetzlarer in den hohen Norden zum letzten Ligaspiel des Jahres 2022 und gleichbedeutend dem ersten Spiel der Rückrunde. Im Hinspiel Ende Oktober verloren die Grün-Weißen gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 22:27.

In einer ausverkauften Flens-Arena schickte Hrvoje Horvat zuerst Emil Mellegard, Lenny Rubin, Jonas Schelker, Vladan Lipovina, Domen Novak, Adam Nyfjäll und Anadin Suljakovic auf die Platte.

Von Beginn an attackierten die Flensburger besonders die Rückraumspieler der Wetzlarer frühzeitig, Lenny Rubin warf trotzdem die erste Führung des Tages. Jim Gottfridsson und Mads Mensah Larsen hatten aber eine schnelle Antwort parat und trafen für die Hausherren. Domen Novak trat in der Folge zweimal in Folge an der Siebenmeterlinie an und traf in der 7. Minute zum 3:2 für Grün-Weiß.

Ab der 10. Minute setzte Hrvoje Horvat den siebten Feldspieler ein, um Unruhe in die Flensburger Abwehr zu bringen. Dies sollte allerdings erstmal keinen Erfolg bringen, da der Rückraum zu statisch agierte, wodurch sich die Hausherren nach einem 4:0-Lauf zum 7:4 absetzen konnten.

Hrovje Horvat stellte wieder um, setzte Till Klimpke gegen den glücklosen Suljakovic ein und verzichtete auf den zweiten Kreisläufer. Beim Rückstand von 6:10 bat der Kroate sein Team zusammen und appellierte an die Bewegung sowohl offensiv als auch defensiv. Auffällig in der Anfangsphase, dass jeweils Lenny Rubin und Domen Novak dreifach trafen. Ansonsten fehlten die Abschlüsse. Die Flensburger nutzten technische Fehler vor allem durch viel Tempo aus. So traf auch Magnus Rød zum 12:7 im Tempogegenstoß. Wenn die Mittelhessen selbst hohe Geschwindigkeit einsetzten, fruchtete dies. So zum 10:14 durch Lukas Becher. Die Domstädter konnten nicht verkürzen, da der ehemalige Wetzlarer Buric Paraden zeigte. Der Bosnier unterschrieb einen Vertrag bei der SG bis 2028. Sein Gegenüber Till Klimpke konnte sich vor der Halbzeitsirene auch noch mehrfach auszeichnen, Emil Jakobsen traf allerdings per Siebenmeter zum 16:11-Halbzeitstand für die Norddeutschen.

Den Wetzlarern fehlte das Tempo im Angriffsspiel. In der Defensive agierten sie erst zu schwerfällig, seit die Grün-Weißen auf eine offensivere Abwehr umgestellt hatten, standen die Flensburger vor größeren Problemen. In den 25. Jahren Bundesliga-Geschichte der Grün-Weißen, konnten die Mittelhessen noch nie in Flensburg gewinnen. Um diesen Bock umzustoßen, musste eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang her.

Nach der Pause starteten die Wetzlarer erneut mit einer 5:1-Abwehr. Die Norddeutschen begannen allerdings besser und nutzten ihre Chancen zügig zum 20:13 durch Linksaußen Jakobsen. Die Wetzlarer steigerten sich, kamen ins Tempospiel und Till Klimpke zeigte mehrere Paraden. Gekrönt wurde dies durch einen schönen Pass von Radojica Cepic an Adam Nyfjäll, der in der 38. Minute zum 17:21 einwarf. Cepic war es auch, der zum 20:23 verkürzte.

Die Flensburger zeigten allerdings zum Anbruch der Schlussviertelstunde ihre Abgezocktheit und Gottfridsson traf für seine Farben. „Das starke Zurücklaufen hat uns zurück ins Spiel gebracht“, kommentiert Hrovje Horvat in seiner zweiten Auszeit in der 47. Minute. Seine Schützlinge konnten seine Vorgaben allerdings erstmal nicht umsetzen. Das Zurückkämpfen wurde also nicht belohnt und die Vorentscheidung fiel durch ein Tor von Johannes Golla zum 26:20, die Benjamin Buric mit einer Parade belohnte.

In den letzten Minuten setzte Hrovat nochmal den zweiten Kreisläufer ein, um zu verkürzen. Letztlich ließen sich die Flensburger auch von Umstellungen nicht mehr aus der Ruhe bringen und trafen kurz vor Schluss zum 34:24-Heimsieg. In den letzten Spielminuten schlossen die Wetzlarer zu ungenau ab, wodurch auch im 25. Bundesligajahr kein Sieg in der Flens-Arena möglich war.

Anfang Februar wird es direkt zur Revanche kommen. Das erste Pflichtspiel im neuen Jahr ist das DHB-Pokal Viertelfinale und der Gegner lautet erneut SG Flensburg-Handewitt. Im Januar findet die Weltmeisterschaft in Polen und Schweden statt, während sich der Großteil der Grün-Weißen auf die Rückrunde vorbereitet.           

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Møller – Golla (6), Hald (1), Kirschberger, Einarsson (1), Mensah (3), Søgard (3), Gottfridsson (5), Hansen (3), Pedersen (1), Jakobsen (8/2), Semper (1), Mensing, L. Møller, Rød (2)

HSG Wetzlar: Klimpke, Suljakovic - Nyfjäll (2), Lipovina, Schmidt (4), Nikolic, Becher (1), Weissgerber, Schelker (1), Wagner, Mellegard, Cepic (3), Rubin (6), Novak (4/3)

Nächstes Spiel

09.02.2023 - 19:05 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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