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Wetzlarer Jungs gewinnen letztes Spiel des Jahres!

Die HSG Wetzlar beendet das Jahr 2021 mit einem 28:25-Sieg bei TuS N-Lübbecke und überwintert auf dem fünften Tabellenplatz. Beim Aufsteiger haben die Mittelhessen bei einem ruppigen Duell letztlich den längeren Atem. Maximilian Holst ist mit fünf Treffern der beste Werfer der Grün-Weißen.

Bild: Oliver Krato

Bei der Aneinanderreihung der bisherigen Punktspiele der Nettelstedter fällt auf, dass sie 2021/22 bis dato nie mehr als zweimal hintereinander verloren haben. Da sie bei den letzten beiden Duellen auf der Verliererseite standen, war klar, dass es eine enge Partie werden würde. Die Wetzlarer reisten mit vier siegreichen Ligaspielen in Folge an und wollten auch das erste Rückrundenspiel gewinnen.

Beide Teams brauchten etwas Zeit, um nach den Weihnachtsfeiertagen in die Partie zu kommen. Die ersten Tore fielen zwar schnell, aber auch technische Fehler waren im Spiel zu finden. In der fünften Minute glich dann Domen Novak nach einem schönen Pass von Magnus Fredriksen zum 2:2 aus. Zum 3:2 trat dann Maximilian Holst von der Siebenmeterlinie an und verwandelte gewohnt sicher.

Eine starke Phase der Wetzlarer begann, in der Anadin Suljakovic hervorragend hielt, die Abwehr gut stand und Emil Mellegard den 4:0-Lauf zum 6:2 verwandelte. Das war auch Emir Kurtagic nicht verborgen geblieben, der seine Mannschaft in der achten Minute zusammen bat und mit viel Ruhe ansprach. Dies zeigte Wirkung und sein Team traf zweifach. Dann nutzten die Wetzlarer Mitte des ersten Durchgangs aber die Fehlwürfe der Hausherren konsequent aus und konnten durch Novak zum 9:4 in Führung gehen (16.). Der Aufsteiger gab nicht auf, stemmte sich gegen eine Niederlage und traf zweimal in Folge gegen eine offensive Wetzlarer Abwehr. Ben Matschke wechselte auch im letzten Spiel des Jahres fleißig durch, Felix Danner dankte es ihm mit dem 12:8. Die Hausherren griffen in der Defensive immer wieder beherzt zu und verführten die Mittelhessen damit zu technischen Fehlern, die sie selbst eiskalt ausnutzten. Auch Havard Asheim erwies sich als verlässlicher Rückhalt und zeigte direkt mehrere Paraden, sodass seine Mannschaft zum 11:12 verkürzte. Ben Matschke reagierte mit der Auszeit und appellierte an seine Schützlinge. Das Spiel war vor 832 lautstarken Fans wieder vollkommen offen und es ging mit einer knappen 13:12-Führung in die Kabine.

Der zweite Durchgang begann zügig und Domen Novak konnte für die Grün-Weißen einnetzen. Es folgte ein schneller Siebenmeterpfiff, eine Suljakovic-Parade sowie eine Zeitstrafe für Lenny Rubin. Diese Überzahl nutzten die Hausherren zum erneuten Anschluss aus. Die Wetzlarer taten sich in dieser Phase im Angriff enorm schwer, gelangen immer wieder in Zeitnot oder warfen unvorbereitet aufs Tor. Daraufhin nahmen die Linksaußen Verantwortung. Erst traf Kapitän Holst per Siebenmeter, dann erhöhte sein Partner Emil Mellegard in der 39. Minute zum 17:14. Die Lübbecker nahmen den Mittelhessen jegliches Tempo, sodass jeder Treffer durch den Positionsangriff hart erarbeitet werden musste. Die Hausherren agierten zudem gnadenlos mit Tempogegenstößen und konnten durch Skroblien erneut zum 17:18 verkürzen.

„Wir verteidigen sensationell, wir müssen uns belohnen“, kommentierte Emir Kurtagic in der 43. Minute in einer Auszeit das Spiel seiner Mannschaft. Da hatten die Wetzlarer Jungs etwas dagegen und Olle Forsell Schefvert und Stefan Cavor packten zweimal den Hammer aus zum 21:18 (45.). Es wartete eine aufregende Schlussphase in der Merkur Arena, die Lenny Rubin mit einem 23:19 aus dem Rückraum einleitete. Der 100. Treffer der Saison für den Schweizer.

8 Minuten vor Abpfiff legte Matschke nochmal die grüne Karte, um taktische Anweisungen zu geben. Es folgten Stürmerfouls auf beiden Seiten und die Sicherheit von Holst an der Siebenmeterlinie zum 26:21 (55.). Es blieb weiter spannend, da die Hausherren mit dem siebten Feldspieler agierten und die Wetzlarer sich das Leben mit dem Vergeben von freie Würfen schwer machte anstatt das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Valentin Spohn verkürzte mit seinem achten Treffer zum 23:26 und Matschke bat erneut zur Auszeit. „Ruhig bleiben“ war die Devise. Die Hausherren spielten jetzt sehr offensiv in der Abwehr und Novak traf für Grün-Weiß. Aber auch die Aufsteiger erzielten erneut sehr zügig ein Tor. Zwei Minuten vor Schluss führten die Wetzlarer noch mit drei Treffern, die Rothemden drückten aufs Tempo und Marek Nissen verkürzte erneut. Olle Forsell Schefvert übernahm dann in Zeitnot die Verantwortung und traf zum umjubelten 28:25-Endstand.

Ein kräfteraubender Abschluss eines tollen Jahres! Damit überwintern die Wetzlarer Jungs auf dem fünften Tabellenplatz, bevor die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga nach der Europameisterschaft wieder startet. Am 10. Februar ist dann die SG Flensburg-Handewitt in Mittelhessen zu Gast. Unter welchen Bedingungen die Partie stattfindet kann, ist noch ungewiss.

Torhüter Till Klimpke nach der Partie: „Wir wussten ganz genau, dass es ein hartes Spiel wird und wir haben uns diese Woche gut darauf eingestellt. Wir haben aktuell einfach Spaß bei der Arbeit und gehen mit guter Laune in die Spiele.“

Stenogram:

TuS N-Lübbecke: Asheim, Rezar - Heiny,  Petreikis (6), Strosack (3), Mundus, Dräger, Kontrec, Mrakovcic (1), Spohn (8), Nissen (1), Speckmann (1/1), Petrovsky, Skroblien (5), Franke

HSG Wetzlar: Klimpke, Suljakovic- Srsen, Nyfjäll (2), Kusan (n.e.), Mirkulovski (n.e), Danner (2), Weissgerber (n.e.), Holst (5/5), Fredriksen (1), Forsell Schefvert (4), Mellegard (3), Rubin (3), Novak (4), Cavor (4)

Nächstes Spiel

10.02.2022 - 19:05 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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