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Schwache Wurfquote nimmt Wetzlar jede Siegchance!

Bild: Fishing4 / Thorge Huter

In Hamburg wurde dieser Tage der 834. Hafengeburtstag gefeiert, mit zahlreichen Schiffen, Schlepperballett, einem riesigen Feuerwerk und drei Tagen Party. Zum ersten Mal seit drei Jahren fand das Fest wieder im Mai statt, genau an dem Wochenende, an dem die Handballer der HSG Wetzlar beim HSV Hamburg ranmussten. Denen war nach dem sonntäglichen Duell mit den Hanseaten aber überhaupt nicht zum Feiern zumute, denn die Mittelhessen verloren beim Tabellensechsten letztlich verdient mit 24:21 (13:13). Grund dafür war eine katastrophale Wurfquote von 44 Prozent. Die Grün-Weißen scheiterten insgesamt 22 Mal am überragenden Jens Vortmann im HSV-Gehäuse.

Beide Mannschaften waren ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen. Bei Wetzlar fehlten wie schon beim vielumjubelten Heimspielerfolg gegen Lemgo zuletzt Rechtsaußen Domen Novak (Muskelfaserriss) sowie die Rückraumspieler Filip Kuzmanovski (Bänderriss im Fuß) und Jovica Nikolic (Knieprobleme). Das HSG-Trainerteam Jasmin Camdzic und Filip Mirkulovski startete dementsprechend in der Sporthalle Hamburg, auch Alsterdorfer Sporthalle genannt, mit der gleichen Startaufstellung wie am vergangenen Donnerstag.

Dabei kamen die Gäste durch einen Doppelpack von Stefan Cavor gut ins Spiel und führten schnell mit 2:0. Wetzlar stand kompakt in der Abwehr und hatte in Anadin Suljakovic einen ebenfalls starken Torhüter, dessen 14 Paraden allerdings hinter der Vortmann-Leistung verblassten.

Schon in der Anfangsphase scheiterten die Grün-Weißen, bei denen Magnus Fredriksen und Lenny Rubin einen rabenschwarzen Tag erwischten, immer wieder mit flachen oder halbhohen Würfen am HSV-Keeper, der seinen ebenfalls nicht sattelfest wirkenden Mannschaft somit die nötige Sicherheit gab und den Gästeangreifern nach und nach den Zahn zog.

HBL-Toptorjäger Casper Mortensen war es, dem in der 8. Spielminute und bei Überzahl der Mittelhessen zwei Treffer ins leere Tor gelangen. Hamburg führte danach mit 5:3. Doch Wetzlar ließ sich nicht abschütteln. Allen voran aufgrund toller Suljakovic-Paraden legten die Grün-Weißen einen 4:0-Lauf hin. Lukas Becher traf nach einer Viertelstunde per Siebenmeter zum 7:5 für die Gäste.

Doch danach vernagelte Jens Vortmann erneut sein Gehäuse und raubte den Lenny Rubin & Co. den Nerv. Ergebnis: ein 4:0-Lauf des HSV, mit einem Gegenstoßtreffer von Fredrik Bo Andersen zum 9:7 für Hamburg.

Bis zur Pause blieb die Partie ausgeglichen, auch weil sich Hamburg mit der flexiblen 6:0-Deckung der Wetzlarer schwertat. Hendrik Wagner und HSV-Spielmacher Dani Baijens trafen kurz hintereinander zum 13:13-Halbzeitstand.

Nach der Pause verschärfte sich die Wetzlarer Angriffskrise und Hamburgs Keeper Vortmann kroch immer tiefer in die Köpfe der Wetzlarer Angreifer, die in ihrer Wurfauswahl teils zu überhastet und teils zu eindimensional waren. Der HSV nutzte dies um über ein 16:13 (Valiullin, 36.) auf 19:15 davon zu ziehen. Dominik Axmann traf in der 45. Minute zum 19:15.

Das Wetzlarer Angriffsspiel blieb weiterhin viel zu statisch. Es fehlte die Kreativität aus dem Zentrum und die Durchschlagskraft von den Halbpositionen, um den an diesem Tag durchaus schlagbaren HSV nochmal in Schwierigkeiten zu bringen. Und wenn die Gäste mal den Weg zum Tor fanden, waren es immer wieder schwache Abschlüsse oder grandiose Paraden von Jens Vortmann, die Treffer vereitelten.

Am Ende stand ein 24:21-Heimsieg des Hamburger Europapokalaspiranten zu Buche und die niedergeschlagenen Wetzlarer musste sich eingestehen, dass man die Partie heute aufgrund einer extrem schwachen Angriffsleistung verloren hatte. „Mit 21 eigenen Treffern und einer Wurfquote von insgesamt nur 44 Prozent kann man kein Bundesligaspiel gewinnen“, bilanzierte Coach Jasmin Camdzic nach dem Spiel. "Wir müssen uns heute an die eigene Nase fassen. In der Abwehr haben wir sehr gut gestanden und auch im Tor hatten wir eine starke Leistung. Das ist das Positive, was wir mitnehmen können. Aber im Angriff waren wir nicht konsequent genug. Hier hat uns heute auch die Unterstützung einzelner Leistungsträger gefehlt.“

Stenogramm:

HSV Hamburg: Vortmann, Pinski; Schimmelbauer, Mortensen 7/2, Weller 1, Ossenkopp, Axmann 5, Andersen 2, Bergemann, Theilinger 2, Feit, Valiullin 3, Baijens 4.

HSG Wetzlar: T. Klimpke, Suljakovic; Nyfjäll 2, Schmidt 2, O. Klimpke, Becher 4/2, Weissgerber 1, Schelker 2, Fredriksen 1, Pliuto, Wagner 1, Rüdiger, Mellegard, Rubin 1, Cavor 7.

Schiedsrichter: Blümel/Lopaschewski – Zuschauer: 3.300.

Letztes Spiel

17.05.2024 - 19:00 Uhr
Rothenbach-Halle

21 : 23

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