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Über Kampf ins Spiel zum Sieg

HSG Wetzlar gewinnt mit 30:27 (10:13) beim HBW Balingen-Weilstetten und rückt vorerst auf Platz 16 vor

Bild: MOSCHKON

Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewinnt die HSG Wetzlar in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga beim HBW Balingen-Weilstetten mit 30:27 (10:13). Was für eine Befreiung für die Mannschaft und die Rund 15 mitgereisten Fans. Die Erleichterung war allen anzumerken.

In der hitzigen Atmosphäre der Sparkassen Arena Balingen erwarteten alle nur eins – eine Partie, in der um jeden Zentimeter gekämpft wird. Und diesen Kampf bekamen die 2173 Zuschauer geliefert. Es war eines dieser berühmt berüchtigten 4-Punkte-Spiele im Kellerduell Vorletzter gegen Letzter. Trotz der frühen Phase in der Saison war das Spiel gegen den Aufsteiger für die Wetzlarer die nächste Nagelprobe. HSG-Trainer Fran Carstens schickte sein Team mit einer kleinen Veränderung zur Vorwoche in die Partie. Da Lenny Rubin krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, fing Hendrik Wagner auf der Position im linken Rückraum an.

Die Halle brannte bereits vor Anpfiff darauf, ihre Mannschaft zum Sieg zu tragen. Da hieß es für die Grün-Weißen Nerven zu bewahren und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. In einer zerfahrenen ersten Hälfte setzte vor allem Balingens Torhüter Mohamed El-Tayar Akzente. Seine Vorderleute stellten eine giftige Abwehr, die Wetzlar Probleme bereitete und früh erste Ballgewinne zu verzeichnen hatte. Insgesamt produzierten beide Mannschaften zu viele technische Fehler, die Balingen jedoch eher zu nutzen wusste.

Die Wetzlarer Jungs stabilisierten sich zunehmend in der Abwehr und hatten mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich. Überhastete Abschlüsse und daraus resultierende Fehlwürfe waren die Folge. El-Tayar schnappte sich allein in der ersten Halbzeit acht Bälle, was einer Quote von 44% entsprach. Beim 8:5 hatte Balingen die erste Drei-Tore-Führung erzielt, der die HSG bis zur Pause hinterherlief.

Im zweiten Durchgang folgte ein fröhliches Scheibenschießen beider Mannschaften. Carstens hatte Anadin Suljakovic für Till Klimpke eingewechselt und erntete schnell den Lohn für die Umstellung im Tor. In Zusammenarbeit mit der Abwehr brachte er ein gewisses Maß an Sicherheit ins Spiel der HSG. Nun klappte es auch im Angriff besser. 20 Tore in der zweiten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache. Vor allem Stefan Cavor machte das beste Spiel seit langer Zeit. Im Zusammenspiel mit Magnus Fredriksen und Lenny Rubin nahm die HSG die Balinger Abwehr immer besser auseinander. Sie schraubten die Wurfquote auf 64% hoch. Nicht überragend, aber in Verbindung mit der stabileren Abwehr der Knackpunkt im Spiel.

Nach Rasmus Meyer Ejlersens 17:17 in der 43. Minute lief der Wetzlarer Motor zur Hochform auf. Einen Ballgewinn von Lukas Becher verwertete Novak per Gegenstoß zur 18:17-Führung. Es blieb eng. Nach Cavors 23:20 war die einzige Frage: Wer behält in der Crunch-Time die Nerven?

Es war die HSG, die sich weder durch Zeitstrafen noch die von HBW-Coach Jens Bürkle angeordnete offene Deckung verunsichern ließ. Am Ende sicherte Rubin mit seinem fünften Treffer den 30:27-Sieg für die Wetzlarer Jungs.

Stenogramm:

HBW Balingen-Weilstetten: El-Tayar, Ruminsky; Grahovac (1), Vistorop (1), Leimeter (1), Prantner (4), Huber, Ingason, Gretarsson (6/4), Danner (1), Müller (2), Schoch (5), Fügel, Saueressig (1), Volz (3), Heinzelmann (2).

HSG Wetzlar: Till Klimpke, Suljakovic; Meyer Ejlersen (5), Ole Klimpke, Kuzmanovski, Becher, Fredriksen (2), Pliuto, Wagner (3), Mellegard (1), Zelenovic, Rubin (5), Fuchs, Novak (9/5), Cavor (5).

Schiedsrichterinnen: Kuttler/Merz (Ostrach/Oberteuringen). – Zuschauer: 2173. – Zeitstrafen: 2:6 Min. – Siebenmeter: 5/4:5/5.

Nächstes Spiel

18.04.2024 - 19:00 Uhr
EWS Arena

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