Wetzlarer Jungs können klaren Vorsprung nicht über Zeit bringen!
Beide Mannschaften konnten zuletzt vier Spiele in Folge nicht gewinnen, wodurch der Aufsteiger auf den letzten und die Mittelhessen auf den 11. Tabellenplatz abrutschten. Eine Verunsicherung war in den ersten Minuten bei Grün-Weiß aber nicht zu spüren und die Wetzlarer Jungs starteten hellwach in die Auswärtsspartie. Nach 55 Sekunden traf Olle Forsell Schefvert erstmals für die Mittelhessen.
Kai Wandschneider musste weiterhin auf Routinier Filip Mirkulovski verzichten, der sich in Quarantäne befindet. Mit Anton Lindskog und Stefan Cavor kehrten die beiden besten Feldtorschützen der Grün-Weißen nach überstandenen Verletzungen in den Kader zurück. Cavor setzte dann Lindskog mit schönem Pass direkt zum 2:0 in Szene.
Maximilian Holst verwandelte einen Siebenmeter nach fünf Minuten zum 3:0. Die Coburger konnten per Strafwurf und Tempogegenstoß zum 2:3 verkürzen. Durch vier Tore in Folge von Kapitän Kristian Björnsen zogen die Wetzlarer zum 3:7 weg.
Durch starke Abwehraktionen, zwei Toren von Holst und dem ersten Tor von Cavor konnten sich die Wetzlarer Jungs zum 5:10 absetzen. Alois Mraz legte daraufhin die erste Auszeit des Tages. Besonders sehenswert traf dann erneut Cavor zum 6:11 nach 18 Minuten aus dem linken Rückraum. Coburg kam in dieser Zeit nur per Siebenmeter zu Treffern, wie Billek per Heber zum 7:11. Spielmacher Magnus Fredriksen setzte mehrfach Björnsen auf Außen in Szene, so auch zum 7:12. Lindskog und Björnsen erhöhten nach 22 Minuten zur Sechs-Tore-Führung. Die Hausherren konnten nochmal verkürzen und es ging mit einer grün-weißen 17:13-Führung in die Kabine.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Coburg Boden gut machen, startete direkt mit einem Tor und hoffte, wieder ins Spiel zu kommen. Diesem setzte Maximilian Holst per Siebenmeter zwar schnell entgegen. Nach zwei Lattentreffern der Wetzlarer und einem technischen Fehler verkürzte Coburg allerdings zum 18:20 (37. Minute). Magnus Fredriksen brach den Bann mit einer Einzelaktion und einem schönen Pass zu Kristian Björnsen zum 18:22. (40. Minute). Mitte der zweiten Halbzeit wurde das Spiel wilder, die Coburger trafen immer wieder und Kai Wandschneider stellte auf den siebten Feldspieler und eine offensivere Abwehr um. Florian Billek verkürzte, die Gäste ließen sich nicht wieder abschütteln und Holst verwarf einen Siebenmeter. So konnte Coburg zehn Minuten vor Ende durch Pouya Norouzinezhad zum 25:25 ausgleichen. Im Angriff lief bei den Wetzlarer Jungs in dieser Phase nicht viel zusammen, wodurch die Hausherren nach 53. Minuten erstmals in Führung gehen konnte. Glücklicherweise konnte Stefan Cavor postwendend ausgleichen. Die Hausherren bewiesen durch Billek per Siebenmeter Nerven. In einer engen Schlussphase konnten immer wieder beide Mannschaften treffen. Eine Minute vor Schluss übernahm dann Kristian Björnsen mit seinem neunten Treffer Verantwortung und erzielte die 30:29-Führung. Der Coburger Trainer Alois Mraz nahm eine Auszeit, fand die richtigen Worte und seine Schützlinge warfen den Ausgleich durch Dominic Helm. Kai Wandschneider bat bei noch zwanzig Sekunden Restspielzeit zum Time-Out. In der letzten Aktion des Spiels konnten die Wetzlarer Jungs allerdings keinen Treffer mehr erzielen und mussten sich mit dem 30:30-Unentschieden zufrieden geben.
Nach einem tollen Auftakt der Wetzlarer Jungs in die Partie, kämpften sich die Coburger zurück und kamen besser aus der Kabine. In der zweiten Halbzeit lief vor allem im Angriff nicht mehr viel zusammen bei Grün-Weiß, der Tabellenletzte nutzte dies konsequent. Somit können die Wetzlarer Jungs auch ihr fünftes Spiel in Folge nicht gewinnen.
Stenogram: Till Klimpke, Ivanisevic; Feld (n.e.), Srsen, Henningsson, Björnsen (9), Weissgerber, Holst (6/5), Fredriksen (1), Forsell Schefvert (2), Gempp (2), Mellegard, Rubin (3), Lindskog (4), Cavor (5)









