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„Wir haben in dieses Spiel zu wenig investiert“

HSG Wetzlar verliert beim TVB Stuttgart mit 25:30 (10:12) – Siegesserie gerissen

Bild: Jens Körner

Der nächste Faschings-Coup der HSG Wetzlar blieb am Sonntagabend aus. Die Mannschaft von Trainer Frank Carstens unterlag in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart mit 25:30 (10:12). Damit ist die Siegesserie nach vier Spielen in Folge gerissen.

„Wir haben in diesem Spiel zu wenig investiert“, analysierte Carstens. Die Wetzlarer Jungs haben in Summe zu viele technische Fehler produziert und sich zu viele Fehlwürfe geleistet. Zudem ließen die Grün-Weißen ihre große Stärke in Stuttgart vermissen. So oft hatten die Wetzlarer in der Crunch-Time Stärke, Durchhaltevermögen und Konsequenz bewiesen. In Stuttgart stattdessen eher Fehlzündungen statt schnurrenden Motors.

„Die Crunchtime war nur noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, so Carstens. „Da machen wir dann die Fehler noch mal auf den Punkt, sowohl hinten als auch vorne.“ Und das durch die Bank weg. Pässe ins Aus oder zum Gegenspieler, schlecht vorbereitete Würfe und immer wieder TVB-Torhüter Miljan Vujovic, der den Wetzlarer Jungs mit 15 Paraden das Leben schwer machte.

In der Abwehr sah es kaum besser aus und Carstens monierte: „In der zweiten Halbzeit fehlt uns komplett das Timing für die Zweikämpfe, für das Blockverhalten und für die Unterstützung, was die Hilfesituationen angeht. Das ist jetzt das zweite Mal, da müssen wir weiter dran arbeiten, dass wir das schnellstmöglich wieder hinkriegen.“

Dabei war die HSG gut ins Spiel gekommen, hat nach der 2:0-Führung aber nicht nachgelegt. Obwohl auch Stuttgart sehr viele Fehler machte, machten die Wetzlarer Jungs zu wenig aus den sich bietenden Möglichkeiten. Allein Till Klimpke sorgte mit seinen zehn Paraden in der ersten Hälfte dafür, dass man nicht da schon mit einem höheren Rückstand in die Pause ging.

Der TVB legte immer wieder mit ein, zwei Toren vor. Bis zum 18:18 von Emil Mellegard gelang es der HSG immer mal wieder den Ausgleich herzustellen. In den letzten 20 Minuten verloren die Wetzlarer Jungs den Faden und lagen zehn Minuten vor Schluss mit 20:23 hinten.

„Wir kommen heute für den Sieg nicht in Frage, weil wir einfach viel zu viele Fehler gemacht haben“, sagte Carstens. „Wir sind von der ersten Minute an nicht richtig da. Man sieht ein Aufflackern zu Beginn des Spiels haben nach der Halbzeit noch mal eine Phase, in der wir ein paar Sachen ganz gut korrigiert haben. In anderen Situationen waren es die Fehler der Stuttgarter, die uns wieder ein bisschen zurückgebracht haben. Aber wir selber haben hier heute viel zu wenig investiert, um dieses Spiel zu gewinnen. Das muss man einfach so sagen, das ist bitter und das tut richtig weh.“

Stenogramm:

TVB Stuttgart: Heinevetter, Vujovic; Max Häfner (5), Serrano Villalobos (3), Fernandez Jimenez (5/2), Hanusz, Späth, Lönn (5), Slaninka (1), Röthlisberger, Forstbauer, Zieker (1), Pfattheicher, Maric (3), Kai Häfner (7).

HSG Wetzlar: Till Klimpke, Suljakovic; Pedersen (1), Meyer Ejlersen (3), Weimer, Ole Klimpke, Vranjes, Becher (1), Fredriksen, Wagner (2), Mellegard (5), Zelenovic, Rubin (4), Novak (5), Cavor (4).

Schiedsrichter: Kuttler/Merz (Ostrach/Oberteuringen). – Zuschauer: 4816. – Zeitstrafen: 4:4 Min. – Siebenmeter: 2/2:0/0

Nächstes Spiel

24.02.2024 - 19:00 Uhr
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