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"Das Spiel hat seinen Zweck erfüllt"

HSG Wetzlar setzt sich im Testspiel gegen den TV Hüttenberg mit 40:28 durch - 850 Zuschauer beim Benefizspiel zugunsten der Mittelhessen Youngsters

Bild: Oliver Vogler

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat sich im Testspiel in der Vorbereitung auf den Saisonstart nach der Europameisterschaftspause gegen Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg mit 40:28 (20:12) durchgesetzt. Die rund 850 Zuschauer sahen ein munteres Handballspiel beider Mannschaften, die mit unterschiedlichen Ansätzen an die Partie herangegangen waren.

Der TVH stellte sich in diesem Benefizspiel zu Gunsten der Mittelhessen Youngsters fast von selbst auf. Etliche Stammspieler fielen wegen einer Magen-Darm-Erkrankung aus und so war auch die von HSG-Trainer Frank Carstens erhoffte 3:2:1-Abwehr der Hüttenberger nur zeitweise eine Herausforderung. Aufgefüllt wurde der TVH-Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft, da auf die A-Jugend nicht zurückgegriffen werden konnte.

„Sie haben sich gut aus der Affäre gezogen“, lobte Carstens. „Sie haben, wie sie das so tun, am Anfang gekämpft so lange wie die Kraft hielt und viel Druck gemacht.“ Hüttenberg markierte den ersten Treffer von Hendrik Schreiber mit einem Kempa-Anspiel von David Kuntscher. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, das bis zum 3:3 ausgeglichen blieb. In der Folge leistete sich der TVH einige technische Fehler, die die Wetzlarer zur 8:3-Führung nutzten. Carstens hatte seine EM-Fahrer zu Beginn noch geschont und fing mit Hendrik Wagner und Nemanja Zelenovic im linken und rechten Rückraum an.

Die HSG war körperlich überlegen und auch der spielerische Unterschied von erster zu zweiter Liga machte sich bemerkbar. Wetzlar spielte seine Konzepte wirkungsvoll durch, die der TVH mit aller Macht abzuwehren versuchte. Nach guten 20 Minuten brachte Carstens erstmals Lenny Rubin und Stefan Cavor für Wagner und Zelenovic. Zudem kam Mathias Pedersen für Magnus Fredriksen. Die HSG spielte die erste Halbzeit weiter konzentriert durch und ging mit einer 20:12-Führung in die Kabine.

In der zweiten Hälfte schickte Carstens seinen Angriff über weite Strecken im Sieben-gegen-Sechs aufs Feld, um die offensive 3:2:1-Abwehr der Hüttenberger auszuspielen. „Das brauchen wir einfach, daran haben wir die ganze Zeit gearbeitet. Das Entscheidungsverhalten, 2:1-Situationen, 3:2-Situationen. Das hatten wir vorbereitet und damit bin ich auch insgesamt zufrieden“, erklärte Carstens, der mit der Defensivleistung haderte. „Da braucht man auch noch mal eine andere Spielsituation, um da noch mehr Emotionen reinzulegen. Handball ist in der Abwehr ja auch viel Emotionen und das hat sicherlich ein bisschen gefehlt. Aber aufgrund der Personalsituation beim Gegner war das eben nicht gegeben. Auf der einen Seite schade, auf der anderen Seite haben wir uns gerade vor dem Tor auch eine gewisse Sicherheit geholt. Das war auch gut. Und auch in den Abläufen, was das Tempospiel, den Positionsangriff angeht, das war rund, dafür, dass wir so wenig gespielt haben und wir auch die Leute jetzt erst wiedergekommen sind.“

So spielte seine Mannschaft die Partie konzentriert herunter, der lange verletzte Erik Schmidt und Nachwuchstorhüter Marius Göbner bekamen in den letzten zehn Minuten ihre Einsatzzeit. Einzig Emil Mellegard wurde geschont, um eine Verletzung an der Hand weiter auszukurieren.

„Das Spiel hat den Zweck erfüllt“, sagte TVH-Geschäftsführer Timm Schneider hinterher. „Es war natürlich schade, dass wir auf ein paar Leute krankheitsbedingt verzichten mussten. Wir hätten gerne noch Jungs aus der Jugend gehabt, aber das ging aus diversen Gründen leider nicht. Von daher war das sportlich natürlich weniger interessant für beide Mannschaften. Aber der Sinn und Zweck ist erfüllt, die Mittelhessen Youngsters zu unterstützen und in Zukunft vor allem in der dritten Liga und in der zweiten Liga Spieler zu entwickeln und für uns zu gewinnen. Von daher sieht man auch, dass die Kooperation immer besser funktioniert.“

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Göbner, Klimpke; Pedersen (2), Meyer Ejlersen (3), Schmidt (1), Vranjes (4), Becher (8/1), Fredriksen (1), Wagner (3), Mellegard, Zelenovic (4), Rubin, Fuchs (9), Cavor (5/2).

TV Hüttenberg: Böhne, Kaiser; Schwarz (2), Kirschner (2), Wrackmeyer (2), Zörb (5), Rüdiger (1), Hofmann (1), Leunissen (6), Krauhausen (2), Scheibel (1), Schreiber (1), Kuntscher (5).

Schiedsrichter: Förster/Förster (Bergneustadt). – Zuschauer: 850. – Zeitstrafen: 2:0 Min.  – Siebenmeter: 6/3:0/0.

Nächstes Spiel

24.02.2024 - 19:00 Uhr
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