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Neuzugang Zsolt Krakovszki im Porträt: Der Traum von der Bundesliga erfüllt sich

21-jähriger Rechtsaußen freut sich auf die Zeit bei der HSG Wetzlar, die im Sommer beginnt. Linkshänder wird der erste Ungar sein, der das Trikot der Grün-Weißen trägt.

Bild: privat

Ein Anruf im Februar dieses Jahres lässt Zsolt Krakovszki seinem Traum einen Schritt näherkommen. Am Telefon: Sein Berater, der ihm mitteilt, ein Handball-Bundesligist habe Interesse an dem 21-jährigen Rechtsaußen. Genauer: die HSG Wetzlar. Zsolt grübelt nicht lange,  fliegt Anfang März nach Deutschland – und unterschreibt schließlich. Damit beginnt für den Linkshänder im Sommer ein neuer Lebensabschnitt fernab seiner Heimat Ungarn.

Bereits mit sieben Jahren hält Zsolt regelmäßig einen Handball in den Händen. Immer an seiner Seite: Zwillingsbruder Bence. „Wir haben immer alles zusammen gemacht“, erzählt er. Anfangs begeistern sich die Brüder für Handball und Fußball, „was anderes gab es für uns gar nicht“, schmunzelt Zsolt. Doch irgendwann müssen sich die beiden entscheiden. Und die Entscheidung ist schnell gefällt. „Auch, wenn mir der Fußball immer großen Spaß gemacht hat, war ich im Handball deutlich besser.“

So wechselt der heute 21-Jährige früh an eine ungarische Akademie, die anderthalb Fahrtstunden von seiner Heimatstadt Györ entfernt liegt. „Ich bin fast jeden Tag zwischen Schule und Akademie gependelt. Das war anstrengend – aber das war es mir wert.“

2017 wechseln die beiden Brüder zu NEKA – der Nationalen Handball Akademie in Balatonboglár, eine kleine Stadt am Südostufer des Balaton. Die erste Mannschaft ist in die erste ungarische Liga integriert. Das klare Ziel: Talente fördern und möglichst auf eine Profikarriere vorbereiten. Schon zwei Jahre später, 2019, feiert er sein Debut in der ersten Garde von NEKA. Und damit nicht genug: 2023 darf er sich das Trikot der ungarischen U-21-Nationalmannschaft bei der Junioren-WM in Deutschland überstreifen – und belegt mit dem Team Platz zwei. Anfang des Jahres dann ist das Krakovszki-Gespann sogar der bei der Europameisterschaft der Männer in Deutschland dabei. „Das waren unglaublich tolle Erfahrungen, ich habe so viele Eindrücke sammeln können“, schwärmt Zsolt, der in zwei Partien zum Einsatz kommt und vier Tore erzielt.

Einen großen Wunsch möchte sich der Rechtsaußen aber noch erfüllen: In der ersten deutschen Liga spielen. Denn: „Die Bundesliga ist weltweit die beste. Sie ist schnell und unglaublich stark.“ Und so ist die Freude riesig, als Anfang des Jahres das Angebot aus Wetzlar kommt. „Ich habe gar nicht lange darüber nachgedacht.“ Auch, wenn es noch ein paar Monate hin ist, steigt die Nervosität bei Zsolt von Tag zu Tag. „Ich werde das erste Mal weit weg von meiner Familie sein. Das ist sehr aufregend.“ Auf komplett unbekannte Mitspieler trifft er aber nicht: Vladimir Vranjes kennt er bereits aus der ungarischen Liga.

Doch bevor er im Sommer das grün-weiße Trikot überstreifen wird, geht es für den 21-Jährigen zunächst zurück in die Heimat. Dort wird er die Saison mit NEKA beenden, bis es schließlich heißt: Koffer packen und ab nach Deutschland.

Letztes Spiel

18.04.2024 - 19:00 Uhr
EWS Arena

28 : 21

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