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Party in der Buderus Arena: HSG Wetzlar schlägt die Rhein-Neckar Löwen

Grün-Weiße gewinnen mit 30:27 und sichern sich nach toller Vorstellung vor 4317 Zuschauer zwei ganz wichtige Punkte.

Bild: Oliver Vogler

Eine volle Hütte, jede Menge Biss und ein echter Handball-Krimi – die BUDERUS Arena hatte sich am Sonntagabend in einen wahren Hexenkessel verwandelt, als die HSG Wetzlar in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga die Rhein-Neckar Löwen niederragen und sich völlig verdient zwei ganz wichtige Punkte sicherten. Am Ende hieß es 30:27 (12:12) für die Gastgeber, die damit in der Tabelle ihren Gegner überholt haben und auf Platz zehn liegen.

Als Lenny Rubin ohne echte Gegenwehr zwei Sekunden vor Schluss den 30. Treffer der Grün-Weißen erzielte, kannte der Jubel unter den 4317 Zuschauern keine Grenzen mehr. Nach vier Niederlagen in Serie sicherten sich die Wetzlarer endlich mal wieder zwei Punkte und schafften damit das, was sich Cheftrainer Frank Carstens im Vorfeld gewünscht hatte: Den Fans für ihre nimmermüde Unterstützung endlich mal wieder etwas zurückzugeben.

Die BUDERUS Arena war fast ausverkauft. Innerhalb von 24 Stunden waren die Sitzplätze für die Begegnung vergriffen gewesen. Und jeder, der kam und ein Herz für die HSG hatte, wurde nicht enttäuscht, auch wenn es nach 23 Minuten gerade mal 8:8 stand. Und das vor allem deshalb, weil die Defensivreihen inlusive Torhüter beider Teams deutlich stärker agierten als die jeweiligen Offensivreihen. Das Problem auf Seiten der Gastgeber: Sie erarbeiteten sich Chancen, scheiterten jedoch zu oft an David Späth, den Schlussmann der Rhein-Neckar Löwen.  Zwei Siebenmeter wurden vergeben, dazu einige andere freie Möglichkeiten.  Aber: In der Abwehr machte die HSG vieles wett. Einsatz und Leidenschaft waren vorhanden, so dass es mit einem 12:12 in die Pause ging. 

Ein Fingerzeig, in welche Richtung sich die Partie entwickeln würde, war die Anfangsphase des zweiten Durchgangs. Nach nicht einmal vier Minuten nahm Gästetrainer Sebastian Hinzen genervt eine Auszeit. Nach einem 0:3-Lauf lag seine Truppe mit 12:15 zurück. Doch noch nutzten die Wetzarer das Momentum nicht, um sich vorentscheidend abzusetzen. Beim 16:16 waren die Löwen wieder zum Ausgleich gekommen. "Wir hatten aber auch endlich mal das Spielglück auf unserer Seite", dachte Carstens an den einen oder anderen Abpraller, der dieses Mal in den Händen der Grün-Weißen landete, die somit wieder in Führung gingen und sich diese bis zum Ende nicht mehr nehmen ließen. Getragen vom Publikum und gepusht durch viele gute Momente legten die Hausherren immer wieder vor. Nachdem der Ex-Wetzlarer Jannik Kohlbacher in der 54. Minute noch einmal auf 24:25 verkürzt hatte, waren es Lenny Rubin und Stefan Cavor per Doppelschlag, die beim 28:24 (58.) für die Entscheidung gesorgt hatten. Die HSG-Party konnte beginnen.

"Ich bin sehr froh, nach einer Negativserie nun endlich einen zählbaren Erfolg mitzunehmen. Wir haben unterm Strich eine gute Leistung gezeigt“, zeigte sich HSG-Cheftrainer Frank Carstens zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Trotz einer anfänglichen Nervosität in der ersten Hälfte, wodurch „wichtige Bälle liegen gelassen wurden“, seien die Grün-Weißen dann im zweiten Abschnitt „emotional klar im Plus gewesen. Wir hatten großen Respekt vor der Aufgabe und der aktuellen Form der Löwen. Umso glücklicher bin ich, dass wir die Punkte geholt haben“, erklärte der Trainer abschließend.

Und auch Lukas Becher, der mit sechs Treffern maßgeblich zum Sieg der Grün-Weißen beitrug, zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Wir waren in den letzten Spielen immer nah dran, umso schöner, dass es nun endlich geklappt hat. Auch, wenn wir anfangs unsere Effizienz nicht vollkommen ausgeschöpft haben, haben wir doch über 60 Minuten ein gutes Spiel gezeigt.“

Wetzlar: Göbner, Till Klimpke - Pedersen, Meyer (1), Schmidt (1), Ole Klimpke, Vranjes (4), Becher (6/4), Fredriksen (1), Wagner (4), Mellegard, Zelenovic, Rubin (5), Fuchs (1), Novak (1) Cavor (6).

Rhein-Neckar Löwen: Späth, Birlehm, Appelgren - Kirkelokke (2), Grupe, Plucnar (1), Knorr (6), Móré (5), Ahouansou (2), Holst, Forsell Schefvert (3). Reichmann (5/4), Gislason, Lindenchrone (1), Zacharias, Kohlbacher (2). 

Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah/Suresh Thiyagarajah (München/Köln) - Zuschauer: 4317 - Zeitstrafen: 8:4 Minuten.

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:4 (8.), 7:8 (22.), 11:10 (27.), 12:12 (Halbzeit); 15:12 (34.), 16:16 (40.), 20:17 (44.), 23:22 (50.), 25:24 (54.), 28:24 (58.), 30:27 (Ende)

Letztes Spiel

02.06.2024 - 16:30 Uhr
GETEC Arena

37 : 34

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