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HSG Wetzlar gewinnt erstmals seit Anfang Oktober!

Bild: Angela Metge

Die mittelhessischen Handballprofis können ein wichtiges Duell gegen den direkten Tabellenkonkurrenten GWD Minden mit 29:26 für sich entscheiden. Vor vielen mitgereisten Fans sind starke Paraden von Till Klimpke in der ersten Halbzeit und eine engagierte Leistung von den jüngsten Akteuren der Schlüssel zum Erfolg.

Nach den bitteren Niederlagen beim Bergischen HC sowie den SC DHfK Leipzig reiste die HSG Wetzlar am Sonntag zum Tabellennachbarn nach Minden. Vor der Partie belegten die Mittelhessen den 16. Tabellenplatz, die Mindener lagen mit drei Punkten weniger auf dem 17. Platz. Ben Matschke konnte beim wichtigen Duell auf den gleichen Kader wie am Donnerstag vertrauen. Einzig Magnus Fredriksen (Fußbruch) und Stefan Cavor (Kreuzbandriss) fielen erneut aus.

In der Kampa-Halle gewannen die Mindener zuletzt gegen den Tabellenführer Füchse Berlin und wollten direkt von Beginn an, an diese Leistung anknüpfen. Neuzugang Philipp Ahouansou überwand die offensive Wetzlarer Abwehr zur ersten Heimführung. Vladan Lipovina hatte die Anwort parat.

In der 3. Minute stand Emil Mellegard dann zweifach im Fokus. Erst glich der Schwede aus, dann musste er nach einem Foul auf der Bank Platz nehmen. Beide Mannschaften waren zu Beginn der Partie offensiv effizient. In der 7. Minute konnte Jonas Schelker nach einem Mindener Fehlwurf zur grün-weißen Führung zum 5:4 einwerfen. Es ging allerdings munter weiter.

Der Mindener Rückmann Malte Semisch zeigte Mitte des ersten Durchgangs seine Klasse, indem er gleich zweimal hintereinander traf. Aber auch Till Klimpke konnte parieren, sodass Emil Mellegard zum 9:7 einwerfen konnte und Frank Carstens daraufhin sein Team zusammen bat.

Minden scheiterte mehrfach mit großen Chancen an Nationalspieler Till Klimpke. Die Mittelhessen konnten sich nicht weiter absetzen, weil sich auch in ihrem Offensivspiel immer wieder Fehler einschlichen. Die Abwehr der Domstädter stellte die Mindener vor Probleme, sodass die Hausherren über acht Minuten kein Tor erzielen konnte. Die Leichtigkeit, um dies auszunutzen, fehlte allerdings.

Eine Situation in der 25. Minute zeigte, dass das Nervenkostüm der Wetzlarer angespannt war. Erst klauten sie clever den Ball in der Defensive, aber Mellegard konnte die Chance trotz leerem Tor nicht nutzen. Till Klimpke sorgte dafür, dass die Mindener nicht weiter verkürzten, denn der Torhüter parierte gleich drei Würfe in Folge.  Die ostwestfälischen Hausherren schraubten sich durch das Ausnutzen von technischen Fehlern wieder ran, sodass Ben Matschke sein Team beim Stand von 13:11 für seine Farben zusammen bat. Nach der Auszeit mehrten sich allerdings in beiden Teams Ungenauigkeiten sowohl in Pässen als auch Abschlüssen. Dementsprechend fiel in den vier Minuten kein Tor und es ging mit dem Halbzeitstand von 13:11 für die HSG Wetzlar in die Kabine.

Im ersten Durchgang ging mit 42% gehaltener Würfe das Torhüterduell klar an Till Klimpke. Die Wetzlarer Offensivleistung war allerdings weiter schwankend, da einige Chancen zur höheren Führung nicht genutzt wurden.  

Im Vergleich zur letzten Wetzlarer Partie, in der gegen Leipzig insgesamt 18 Siebenmeter gepfiffen wurde, trat Mats Korte in der 31. Minute erstmals an die Linie und verkürzte für sein Team. Luka Sebetic egalisierte mit einem Distanzschuss zum 13:13, sodass in der 33. Minute die Partie wieder offen war. Die Mindener kamen deutlich besser aus der Kabine und konnten nur aufgrund weiterer starker Paraden von Klimpke nicht in Führung gehen. Ben Matschke betätigte daraufhin den Buzzer. Während sich die Wetzlarer immer wieder lange Angriffe erspielten, reagierten die Mindener oftmals mit dem schnellen Gegenangriff, sodass es in der 43. Minute mit 18:18 weiter Unentschieden stand.

In den letzten Spielen konnten sich die Wetzlarer in der Schlussphase mehrfach nicht auszeichnen. Die zahlreichen Wetzlarer Fans in der Kampa-Halle drückten die Daumen, dass dies an diesem Sonntag anders werden würde. In der 48. Minute traf Justus Richtzenhain dann aber erstmals seit der achten Minute zur Führung der Hausherren. Die Wetzlarer fanden offensiv zu wenige Lösungen, sodass Mohamed Darmoul zum 21:19 für Minden treffen konnte.

In den zehn Schlussminuten liefen dann die jüngsten Akteure der Wetzlarer auf und machten ihre Sache gut. Die Grün-Weißen starteten mit einem Doppelschlag von Hendrik Wagner einen 4:0-Lauf. Die beiden Youngster Radojica Cepic und Lukas Becher trafen zum 23:21 für Wetzlar, sodass das Pendel wieder umgeschlagen hatte und Carstens in der 53. Minute zur Auszeit bat.

 Als dann der eingewechselte Anadin Suljakovic eine Parade zeigte, übernahm der 20-jährige Radojica Cepic Verantwortung als Spielmacher und setzte Lenny Rubin zum 25:22 in Szene, der erstmalig an diesem Tag traf. In den letzten Minuten der Partie ließen sich die Wetzlarer nicht mehr stoppen und gewannen trotz einer schwankenden Leistung mit 29:26 beim GWD Minden. Die Wetzlarer Jungs bedankten sich daraufhin bei ihren mitgereisten Fans im Fanblock.

Im ersten Durchgang sicherte Till Klimpke seinen Vordermännern einen Vorsprung zur Pause, in der zweiten Spielhälfte ließen sie Wetzlarer die Hausherren nochmal ins Spiel kommen. Die Domstädter zeigten allerdings Moral und konnten sich letztlich zwei ganz wichtige Punkte gegen Minden sichern.

Schon am nächsten Samstag steht das nächste Heimspiel der HSG Wetzlar an. Dann ist um 20:30 Uhr das Team aus Hamburg in der Buderus Arena zu Gast. Hier geht es zum Ticket-Onlineshop!

GWD Minden: Semisch, Shamir – Janke, Kranzmann Richtzenhain (3), Korte (4/2), Ahouansou (5), Stoyke (1), Staar (2), Hein, Sebetic (1), Pehlivan, Bitsch, Urban (5) Darmoul (5)

HSG Wetzlar: Klimpke, Suljakovic - Nyfjäll (2), Lipovina (5), Schmidt, Nikolic (2), Becher (2), Weissgerber (3/1), Schelker (3), Wagner (2), Mellegard (6), Cepic (2), Rubin (2), Novak

Nächstes Spiel

04.12.2022 - 14:00 Uhr
Buderus Arena Wetzlar

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