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Sommer-Neuzugang Georg Löwen: "Ich kann es kaum noch abwarten"

19-jähriger Kreisläufer kommt aus der Talentschmiede des SC Magdeburg zur HSG Wetzlar und bringt sein Spieltagsritual mit

Bild: privat

Erst rechts, dann links – dieses Credo spielt bei Georg Löwen am Spieltag eine wichtige Rolle. Der 19-jährige Kreisläufer hat fast die gesamte Jugend beim SC Magdeburg gespielt – und freut sich nun darauf, bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar ab diesem Sommer „den nächsten Schritt zu wagen“.

Der Sprung in eine Erstligamannschaft ist etwas ganz Aufregendes, das weiß auch der 1,95 Meter große gebürtige Kasache, der den Männerhandball trotz seines jungen Alters schon gut kennt. Mit 17 Jahren feierte er die ersten Einsätze im Drittligateam der SCM-Youngsters, deren Vizekapitän und Abwehrchef er heute ist. Im Alter von zwei Jahren kam er mit seiner Familie – bestehend aus zwei Schwestern und seinen Eltern – aus Ekibastus in Kasachstan nach Wernigerode im Harz. „In der Heimat meiner Eltern ist Handball kein Begriff. Da sind eher Sportarten wie Tennis sehr beliebt“, erzählt er.

So probiert er sich in seiner Kindheit selbst erst einmal durch – Tennis, Fußball, Leichtathletik. Nichts bleibt ungetestet. Ein Schulfreund schließlich ist es, der ihn mal mit zum Handballtraining nimmt. Die beiden schnuppern rein und Georg findet schnell Gefallen an dem Mannschaftssport. Sein Kumpel hört nach wenigen Monaten wieder auf.

Mit 13 Jahren ist Löwen bereits bei ersten Sichtungsspielen dabei und wechselt schließlich ins Sportinternat nach Magdeburg. „Das war natürlich eine große Umstellung – den Handball mit bis zu acht Trainings in der Woche, ein zusätzliches Spiel und noch die Schule unter einen Hut bringen und gleichzeitig entfernt von der Familie zu sein“, blickt der heute 19-Jährige zurück. Doch dieser Schritt zahlt sich aus. Mittlerweile spielt er seine siebte Saison beim SCM, trainierte sogar mehrfach bei den Profis mit und ist seit der U17 Teil der deutschen Jugend-Nationalmannschaft. Sein Highlight: Die Europameisterschaft 2022 in Montenegro, bei der die U18 der Deutschen den dritten Platz belegte.

Doch nach sechs Jahren in Magdeburg „ist es nun Zeit für mich, den nächsten Schritt zu gehen“. Und der lautet Bundesliga. Schon mehrfach stand Löwen über seinen Berater im Austausch mit den Verantwortlichen sowie Trainern der HSG Wetzlar. „So eine Möglichkeit bekommt man nicht noch einmal, direkt aus der 3. Liga in die Bundesliga zu gehen“, weiß der Youngster und fügt an: „das ist was ganz Besonderes – und ich kann es kaum noch abwarten.“ Die HSG-Spieler kennt er bislang nicht persönlich, doch er ist sich sicher, „schnell einen Platz in der Mannschaft zu finden und sich einzuleben.“ Viel näher an die Heimat zieht er mit seinem Wechsel nicht, doch seine Eltern kommen stets zu jedem Heimspiel vorbei – so war das in Magdeburg und so soll es auch in Wetzlar sein. Was er aber auf jeden Fall mit von der Elbe an die Lahn bringen wird: sein Spieltagsritual. „Ich kann gar nicht genau sagen, wie es dazu kam, aber ich ziehe jedes Mal zuerst den rechten Schuh an, schnüre aber erst den linken“, schmunzelt er. Und auch Nudeln mit Pesto haben am Spieltag ihren festen Platz im Tagesplan von Löwen.

Steht der 19-Jährige mal nicht auf dem Handballfeld, studiert er Sportwissenschaften im zweiten Semester. „Ansonsten bleibt da nicht so viel Zeit für Hobbys“, sagt er lachend. Findet sich doch mal eine Lücke im Kalender, trifft er sich mit seinen Freunden in Billiard-Kneipen oder schaut sich andere Sportarten an. „Der Handball bestimmt dennoch den größten Teil meines Lebens – und das ist auch schön so!“

Letztes Spiel

02.06.2024 - 16:30 Uhr
GETEC Arena

37 : 34

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